2023

Preisträger 2023

Circular Experience Library

Circular-Experience.org

»Die UX-Patterns stellen ein Gegenmodell zum linearen Konsum dar und liefern eine Steilvorlage auch für den konventionellen Online-Handel. Mit ihrem Fokus auf den (ökonomischen) Wert-Erhalt der Produkte adressieren sie einen wichtigen Hebel zur Diffusion von zirkulären Produkte in den Massenmarkt.«

Siddharth Prakash
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Digitales Stoffstrommanagement

N1 Trading GmbH

»Die Bauindustrie gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftsbranchen. Ein Problem ist die regionale Verfügbarkeit von Sekundärrohstoffen. Mit der Software Digitales Stoffstrommanagement erleichtert die N1 Trading GmbH die Vernetzung von Bauherren und Abbruchunternehmen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Urban Mining.«

Dr. Bettina Rechenberg
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GDM.KLIMASTEIN

GODELMANN GmbH & Co. KG

»Der Klimastein ist bereits in der Herstellung ressourcenschonend, seine besonderen Umwelteigenschaften entfaltet er aber im Einsatz. Durch seinen innovativen Aufbau wird die Versiegelung der Fläche vermieden. Der Stein speichert Wasser, lässt überschüssiges versickern und durch Kapillarwirkung später verdunsten. Nicht zuletzt auch ein wertvoller Beitrag zur Kühlung unserer Städte.«

Prof. Matthias Held
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GOLD – Textilien aus Kollagen

WINT Design Lab

»GOLD arbeitet mit den Eigenschaften der Goldschlägerhaut, einem Gewebetyp aus dem Magen der Kuh. Es stellt ein biologisch abbaubares, veganes und damit höchst attraktives Material als Alternative zu Erdöl-basierten Stoffen vor. Das Präsentationsmuster, eine leichte, wasserabweisende Outdoorjacke, beeindruckt durch ein grandios klares Design. Gold ist innovativ, relevant und gut gestaltet.«

Prof. em. Anna Berkenbusch
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hansgrohe Planet Edition

Hansgrohe SE

»Die Jury hat Hansgrohe´s andauernden Innovationswillen anhand der Duscharmatur Planet Edition honoriert. Hansgrohe forscht seit Jahren im hauseigenen Strahllabor um die Wassrdurchflussmengen zu minimieren und ist mit aktuell ca 6 l / Minute sehr sparsam unterwegs. Mit Recycling-ABS und PET-upcycling kommt ein komplett neuer Materialaspekt in die Branche - aus Sicht der Jury ein Quantensprung.«

Werner Aisslinger
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Layers of Value

Virginia Reil | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

»Layers of Value zeigt feinstes Upcycling auf Textilgestaltungsebene als eine systemische Flächenveredelungsmethode: Textilabfälle und Deadstocks erfahren ein REMAKE durch eine Serie von Techniken in einer Art Schichtung, die seriell reproduzierbar ist, und gleichzeitig eine Breite der Varianz durch die immer anderen Inputmaterialien liefert.«

Prof. Friederike von Wedel-Parlow
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Mono Vest – zirkulär und lokal

Neumühle Switzerland GmbH

»Mono Vest steht hier für ein Closed Loop System im technischen Bereich, bei dem alle wesentlichen Zutaten aus derselben Nylon-Materialfamilie lokal gesourct, die Produkte in Deutschland produziert und später in einer bestehenden Infrastruktur recycelt werden können.«

Prof. Friederike von Wedel-Parlow
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Product Design of Resource Scarcity

Raphael Jung & Jan Sagasser | HfG Schwäbisch Gmünd

»Die Guidelines reflektieren über die Theorie hinaus anhand sehr gut gestalteter exemplarischer Darstellung den gesamte Designprozess. Sie verbinden die Handhabung, Ästhetik und Semantik und vor allem die Verhaltensperspektive der Nutzer unter Berücksichtigung von Umweltgesichtspunkten. Damit schließen sie eine Lücke im Bereich der Anleitungen für ressourcenschonende Gestaltung.«

Prof. em. Günter Horntrich
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Reet Aus UPMADE collection

Aus Design OÜ

»Das Projekt lenkt die Aufmerksamkeit auf ein weniger beachtetes Thema der Pre-Consumer-Abfälle in der Textilproduktion. Es zeigt vorbildlich, wie entscheidend die Designphase für die ressourcenschonende Kreislaufführung von Textilabfällen ist. Ein wichtiger Beitrag aus der Praxis für die Ökodesign-Mindestanforderungen an Textilprodukte in der EU.«

Siddharth Prakash
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Repair Rebels

Repair Rebels GmbH

»Die Repair Rebels, ein Netzwerk von Handwerksbetrieben, die Kleidung und Schuhe reparieren, verbinden zeitgemäßen Online-Service mit lokalen Akteuren und nachhaltigem Handeln. Die Sachen werden per Fahrrad abgeholt und wenige Tage später repariert zurückgebracht. Auf der übersichtlich gestalteten Website gibt es Informationen zum Service und zu den Betrieben. Die Botschaft ist klar: Reparieren oder Ändern ist besser als Recyclen.«

Prof. em. Anna Berkenbusch
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Satino PureSoft – Hygienepapier der Zukunft

WEPA Professional GmbH

»Satino PureSoft ist deshalb gut gestaltet, weil es seine Herkunft nicht verleugnet: Es ist sandfarben, weil es aus Recyclingkarton hergestellt wird. WEPA ist es gelungen, aus diesem Rohstoff ein weiches, mehrlagiges Hygienepapier herzustellen. Laut Umweltbundesamt die größte Innovation im Papiersegment seit mehr als einem Jahrzehnt.«

Dr. Bettina Hoffmann
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Wrap it up

Lukas Henneberger | Universität der Künste Berlin

»Wrap it up zeichnet sich – insbesondere als studentisches Projekt – durch ein sehr hohes Gestaltungsniveau und hervorragende User Experience aus. Das Projekt zeigt, dass Design als Querschnittsdisziplin nicht nur der Problemlösung von Wertstoffmangel und Materialreduktion dienen kann, sondern auch die Gestaltung und das Handling für die Nutzer mitdenkt.«

Prof. em. Günter Horntrich
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Nominierte 2023

FoodTracks

Antegon GmbH

Die cloudbasierte Software FoodTracks hilft Bäckereien Food Waste zu vermeiden. Dabei liefert das Software-System täglich intelligente Empfehlungen, um die Mengenplanung durch eine KI zu optimieren. Ein regelbasiertes System hebt automatisch Filialen und Artikel mit unstimmigen Bestellmengen hervor und liefert Bestellvorschläge, um die Verfügbarkeit der Produkte zu gewährleisten und die Retouren einzudämmen. Durch den softwaregestützten Bestellprozess ist zudem eine tägliche Zeitersparnis von 30 bis 50 % möglich.

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KUORI, waste turns material

KUORI GmbH

KUORI entwickelt nachhaltige Alternativen für herkömmliche elastische Kunststoffe. Die Materialien sind bio-basiert und werden mithilfe von Lebensmittelabfällen wie Bananen- oder Nussschalen hergestellt. Im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft hinterlassen die Produkte keine Spuren in der Umwelt, da die Biokomposite biologisch abbaubar sind. Das von Schuhsohlen abgeriebene Mikroplastik wird abgebaut und reichert sich nicht in der Umwelt an.

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LumoScanner

Lumoview Building Analytics GmbH

Lumoview bietet mit dem Analyseservice eine Grundlage für energieeffiziente Gebäudesanierungen. Der LumoScanner erhebt umfassende Gebäudedaten, darunter Panorama- und Infrarotbilder, Luftqualität, sowie Positions- und Entfernungsdaten. Das Gerät erfordert keine speziellen Fachkräfte vor Ort. Kund*innen haben die Möglichkeit, Gebäude selbst zu vermessen oder den All-inclusive-Service in Anspruch zu nehmen und die Messungen durchführen zu lassen.

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Material Hub Berlin

Marlón Escobar Saupe | HTW Berlin

Das Konzept des Material Hub beschreibt die Erweiterung eines Baumarkts, in dem Verbraucher*innen gebrauchte Materialien abgeben und erwerben können. Das Hauptziel ist es, die zirkuläre Materialnutzung in den Alltag zu integrieren, um Ressourcen zu schonen. Dies fördert die Wiederverwendung von gebrauchten Materialien, verlängert ihre Lebensdauer und unterstützt eine Kultur der Reparatur, Wiederverwendung und Aufwertung. Das Konzept wird zunächst als Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Baumarkt umgesetzt.

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MOOT – Made Out Of Trash

MOOT Upcycling GmbH

Der Name MOOT – Made Out Of Trash steht für den Ansatz, neue Kleidung ausschließlich aus vermeintlichem „Müll” zu produzieren. Angefangen mit T-Shirts aus Bettwäsche, besteht das wachsende Sortiment derzeit aus zehn weiteren Produkten: Longsleeves, Kleider und Tops aus Bettwäsche, Jacken, Schals und Mäntel aus Wolldecken, Bauchtaschen aus alten Lederjacken, Beutel aus Sofakissenbezügen, Gürtel aus Sicherheitsgurten und Haargummis aus Stoffresten und FFP2-Maskengummis.

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MOTEX

David Soche | FH Salzburg

MOTEX reduziert im Sinne der Kreislaufwirtschaft den Ressourcenverbrauch in Elektrowerkzeugen, indem nicht einzelne Komponenten, sondern die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet wird. Mehrere Werkzeuge teilen sich einen Antriebsstrang, sodass der Motor und der Akku durch ein Klicksystem entnommen und in andere Werkzeuge eingesetzt werden können. Dadurch wird Elektroschrott vermieden und ein wichtiger Beitrag zur Schonung von Ressourcen geleistet.

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NEW GRID

Jacobo Cuesta Wolf | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

NEW GRID beschreibt eine neue Haltung in der Möbelgestaltung. Neben der Verwendung von unbedenklichen, recycelten oder recyclebarem Materialien, setzt dieser Entwurf auf die Maximierung der Nutzungsintensität. Das Möbel ist auch nach Jahren durch die Userinnen anpassbar und kann so auf geänderte Bedürfnisse reagieren. Die Einbettung in ein Pfandsystem verhandelt die Verantwortung gegenüber dem Produkt neu und zieht die Produzentinnen in alle Schritte von der Produktion bis zur Verwertung ein.

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nkm-Mehrwegsystem

nkm Naturkosmetik München GmbH

Durch das nkm-Mehrwegsystem verringert sich die Abfallmenge, wohingegen der Lebenszyklus begrenzter Ressourcen verlängert wird. Produktflaschen und Pipetten-Glasröhrchen werden nach Gebrauch gereinigt, Pipettenaufsätze und Schraubverschlüsse werden wiederverwertet. Die wiederverwendbare Glasform der Mehrwegflasche ist für den Spülvorgang optimiert, wodurch Kondenswasser vollständig abfließen kann. Dank des Verzichts auf Verbundmaterial kann der reine Kunststoff nach der Nutzung vollständig recycelt werden.

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PlantScrew

Franziska Dehm & Dominic Hahn | HfG Schwäbisch Gmünd

PlantScrew ist ein ergonomisches Forstwerkzeug, das Setzlinge effektiv entwurzelt, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Eine gesunde Wurzel erhöht die Überlebensfähigkeit der Setzlinge und führt zu einer effektiveren Wiederaufforstung. Wenn mehr Setzlinge die Pflanzung überleben, können in Zukunft mehr Bäume erfolgreich gepflanzt werden. Zusätzlich bietet dies auch Waldbesitzenden die Möglichkeit, ihre eigenen Ressourcen zu nutzen, indem sie die Setzlinge, die durch natürliche Verjüngung entstanden sind, in ihrem eigenen Wald verpflanzen.

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Plusenergiequartier aus Holzmodulen

AH Aktiv-Haus GmbH

Das künftige Stadtquartier P18 in Stuttgart vereint Nachhaltigkeit und Modularität, da die Holzmodule mit sortenreiner Materialnutzung und leicht trennbaren Verbindungen recycelbar gestaltet werden. Dadurch verringert sich die Baukörperbelastung, was zu einer Reduktion der Materialmasse um 75 % führt. Zudem ist es ein Plus-Energie-Quartier nach KfW 40 Plus Standard und produziert mehr erneuerbare Energie als es verbraucht.

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Second Life Energy Storage System

e.battery systems GmbH

e.battery systems entwickeln Energiespeichersysteme auf Basis von gebrauchten E-Fahrzeugen. ESS sind Kerntechnologien, in denen Batteriesysteme vereint wurden, um Energie zu speichern und smart zur Verfügung zu stellen. Dazu werden Second-Life Batterien als Speichermodule von E-Mobilitätsanwendungen wie E-Autos oder E-Bussen genutzt. Die Wiederverwertung gebrauchter Lithium-Ionen-Batterien kann deren Lebensdauer um bis zu zehn Jahre verlängern, wodurch Ressourcen länger im Zyklus bleiben.

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Switching to Design from Recycling

Raphael Vogler | TU Dresden

Mit Switching to Design from Recycling wird der Fokus auf kreislaufgeführte Kunststoffe gelegt. Die Nutzung von Post-Consumer-Rezyklaten spart fossile Ressourcen und erhöht die Materialeffizienz von Consumer-Produkten. Der Materialkreislauf wird durch die Substitution von Primärkunststoffen geschlossen. Die Entwürfe stellen eine mögliche Antwort auf die Forschungsfrage dar, wie man mit der Imperfektion von Sekundärkunststoffen umgehen und ihre Akzeptanz in Industriebereichen fördern kann.

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Trigger für die Kreislaufwirtschaft

Werner & Merz GmbH

Der Trigger für Reinigungsmittel vereint Reduzierung, Wiederverwendung und Recycling, indem er ein geringes Gewicht mit hoher Leistungsfähigkeit verbindet, eine langanhaltende Nutzung ermöglicht und durch den Einsatz von recyceltem Material die Ressourceneffizienz fördert. Der Auslöser kombiniert den Einsatz von homogenem Kunststoff (Polypropylen) für Ressourcenschonung und Recycling, die Verwendung von Post-Consumer-Rezyklat bei anhaltender Langlebigkeit und eine kompakte Pumpentechnologie zur Vorkompression.

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Wolllage

Kira Becker | Bauhaus Universität Weimar

Im Rahmen des Projekts wurden Potentiale in der Verarbeitung regionaler Schafswolle recherchiert und aufgezeigt, da diese in den letzten Jahren einen starken Werteverlust erlitten hat. Mittels der Kemafil®-Technologie wurden aus heterogenen, groben Wollqualitäten Stränge hergestellt. Diese, geführt in einer textilen Hülle, ergeben eine Polsterlage, die flexibel genutzt werden kann.

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