Nominierte 2018

Kategorie Produkt


1 für 4 Papier
COMPOSTELLA

„1 für 4 Papier“ ist ein reines Zellulosepapier, das aus Holz hergestellt wird. Dank einer mechanischen Behandlung ist es fettdicht, hitzebeständig und für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet. Es kann somit konventionelle Haushaltsprodukte wie Alu- und Frischhaltefolie sowie silikonisiertes Backpapier ersetzen. Das verwendete Holz stammt aus skandinavischem Durchforstungsholz, das bei der Waldpflege anfällt.

Band of Rascals
Band of Rascals GmbH
Design: SEIDENESMOPED

Jedes Kleidungsstück der nachhaltig und fair produzierten Kinderkleidungskollektion „Band of Rascals“ ist GOTS-zertifiziert. Ein altersübergreifendes Design und hochwertige Materialien sorgen für eine lange Produktlebensdauer. Hängeetiketten, Marketingmaterialien und Versandkartons werden aus rezyklierten oder FSC-zertifizierten Materialien produziert. Darüber hinaus werden alle Etiketten ohne optische Aufheller hergestellt. Die Produktionsstätte befindet sich in Portugal.

Fashion4Biodiversity
Cocccon, Creativity can care

Der Einsatz von Chemikalien in der Seidenraupenzucht bedroht viele Tier- und Pflanzenarten. Cocccon hat ein natürliches Mittel entwickelt, das ähnliche Ergebnisse wie chemische Pestizide erzielt, die Metamorphose der Seidenraupen aber nicht unterbricht. Cocccon ist es so gelungen, GOTS-zertifizierte Bioseide herzustellen und für Modekollektionen zu nutzen. Mit jedem Stück verkaufter Seide werden auch Informationen über den Prozess der Seidenherstellung weitergegeben.

Nachhaltige Kochjacke
KAYA&KATO GmbH

Die nachhaltig produzierte Kochjacke von KAYA&KATO wird aus Bio-Baumwolle hergestellt. Die Baumwolle stammt aus zertifiziertem Anbau in Kirgisien, durch ihren Kauf werden Bauernkooperativen unterstützt. Genäht wird ausschließlich in Europa unter fairen Bedingungen. Die Kochjacke ist hautfreundlich, widerstandsfähig und lässt sich bei bis zu 95°C waschen.

paprfloor
paprfloor
Design: Kobusch Design

„paprfloor“ wurde speziell für den Messeeinsatz konzipiert. Der Papierfußboden lässt sich leicht verlegen, ist individuell bedruckbar und entspricht den Brandschutzanforderungen für schwer entflammbare Baustoffe. Im Gegensatz zu konventionellen Kunststoffböden auf Messen basiert „paprfloor“ vollständig auf Papier. Nach der Verwendung kann der Boden somit dem Papierkreislauf zugeführt werden. Für die Herstellung wird fast ausschließlich Recycling-Papier verwendet.

SHIFT6m
SHIFT GmbH

„SHIFT6m“ ist ein modular aufgebautes Smartphone. Klick- und Schraubverbindungen erleichtern die Reparatur der Komponenten und tragen zu einer Verlängerung der Lebensdauer bei. Hierzu bietet das Unternehmen Tutorials an und liefert passendes Werkzeug mit. Das Öffnen des Geräts hat keinen Einfluss auf den Gewährleistungsanspruch. „SHIFT6m“ wird unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt. Das Unternehmen hat zudem ein Pfandsystem für die Geräterückgabe eingerichtet.

SYSBOARD® / FLEX
STUDIO HARTENSTEINER GmbH

„Sysboard/FLEX” ist ein modulares Akustikwandsystem. Die Platten bestehen vollständig aus PET, das zu einem hohen Anteil aus rezyklierten Trinkflaschen stammt. Klettbänder fixieren die Flächen miteinander und Längsnuten ermöglichen Drehbewegungen. So lassen sich stabile und schallabsorbierende Flächen flexibel aufbauen und nutzen – beispielsweise für Besprechungsinseln, Telefonboxen oder Umkleidekabinen. Das System erfüllt die Anforderungen der Brandschutzklasse 1 und kann somit im Messebereich verwendet werden.

Urbanscape
Knauf Insulation GmbH

„Urbanscape“ ist ein einfach verlegbares Dachbegrünungssystem. Es besteht aus einem Drainage-System aus rezykliertem Polystyrol und einer bindemittelfreien Steinwolle-Wachstumsmatte. Die Vegetationsschicht ist bereits bewachsen. Auf Weichmacher und andere chemische Bestandteile wird verzichtet. Ein robuster Sedum-Mix in der Vegetationsmatte sorgt dafür, dass die Pflanzen längere Trockenperioden überdauern.

VELOSPEEDER
VELOGICAL engineering GmbH

„VELOSPEEDER“ ist ein ultraleichter nachrüstbarer Fahrradmotor. Angebracht an der Hinterradfelge, verwandelt der Reibradantrieb ein herkömmliches Fahrrad in ein Pedelec. Zwei Elektromotoren verkeilen sich hierzu paarweise an den Felgenflanken und treiben das Rad an, ohne dabei die Felgen zu beschädigen. Im Vergleich zu massiveren Naben- oder Mittelmotoren können bei der Herstellung signifikant Ressourcen gespart werden.


Kategorie Service


RECUP
reCup GmbH
Design: Johanna Perret

„RECUP“ ist ein flächendeckendes Pfandsystem für Coffee-to-go in Deutschland: Gegen eine Leihgebühr von einem Euro kann Kaffee bei allen Partnern im „RECUP“-Becher mitgenommen und anschließend zurückgegeben werden. Durch die Einführung des Pfandbechers und die Vernetzung der Partner lassen sich Einwegmüll vermeiden und Ressourcen schonen. Die Becher können ohne Qualitätsverlust bis zu 500-mal gespült werden. Sie sind leicht und bruchsicher, geschmacksneutral, lebensmittelecht und frei von BPA.

Refill
Refill Deutschland
Design: elbmedien

Die ehrenamtliche Initiative „Refill“ setzt sich für kostenfreies Leitungswasser für unterwegs ein. Teilnehmende Läden füllen mitgebrachte Wasserflaschen ohne Entgelt auf. Wer sich an der Aktion beteiligt, lässt sich online einsehen oder an dem „Refill“-Aufkleber an Fenstern oder Türen der Lokale erkennen. „Refill Deutschland“ wurde im Frühjahr 2017 in Hamburg gegründet. Weitere Städte haben sich der Bewegung bereits angeschlossen.

vanilla bean
Grünzeug GmbH

Mit „vanilla bean“ können vegane und vegetarische Restaurants leicht gefunden werden. Die kostenlose App zeigt über 2.500 Lokale an, die Essen aus biologisch und regional hergestellten oder Fair Trade-Zutaten anbieten. Mithilfe einer Filterfunktion kann nach bestimmten Diäten oder Lokalen gesucht werden. So können beispielsweise gluten- und laktosefreie Menüs gefunden werden. Eine Restaurant-Ampel informiert darüber hinaus über gesundheits- und umweltbezogene Themen.


Kategorie Konzept


Bazaar – Slow Manufacturing Tableware
SHAPES iN PLAY

„BAZAAR“ ist eine Plattform zur Gestaltung, Produktion und zum Vertrieb von individualisierbaren Tischobjekten. Ausgehend von drei Grundelementen aus Porzellan können mittels einer digitalen Applikation Varianten in anderen Materialien generiert werden. Anschließend wird ein Handwerksbetrieb aus dem „BAZAAR“-Netzwerk mit der Herstellung beauftragt. „BAZAAR“ setzt mit seinen modularen Gestaltungsprinzipien auf einen sortenreinen Materialeinsatz und lokale Produktion. Handwerk und digitale Technologie werden bei diesem Projekt vereint.

Magnic Microlights
Magnic Innovations GmbH & Co. KG

„Magnic Microlights“ sind Bremsschuhe mit einer integrierten Dynamo-Fahrradbeleuchtung. Die berührungslosen, auf Wirbelstrombasis arbeitenden Felgendynamos funktionieren ohne Zusatzkomponenten und können an Fahrradfelgen aus Aluminium montiert werden. Auf Batterien, störanfällige Kabel oder zusätzliche Halterungen kann so verzichtet werden.

Manitober
Manitober GmbH

„Manitober“ produziert und vertreibt Bekleidung für Kinder zwischen ein und zehn Jahren. Nach der Nutzung können die Kleidungsstücke zurückgegeben werden. Die Rückläufer werden gereinigt, repariert und wieder zum Verkauf angeboten, wodurch eine Neuproduktion vermieden wird. Die Herstellung erfolgt mit ökologisch verträglichen Materialien. Um die Nutzungsdauer zu erhöhen, wird zudem auf ein zeitloses Design gesetzt.

Toolbot
thingk.systems UG (haftungsbeschränkt)

„Toolbot“ ist eine Verleihstation für Elektrowerkzeuge. Die Station besteht aus rezyklierbaren Metallen und wird in einfachen Umformverfahren aus Halbzeugen gefertigt. Über eine App kann das Werkzeug ausgeliehen werden. Das Verleihsystem trägt zur Vermeidung von Elektroschrott sowie zu einer Reduzierung von CO2-Emissionen bei.

Kategorie Nachwuchs


Denim Footprint
Ana Melissa Ortuño de Leon
ESMOD Berlin

Wie kann Jeanskleidung nachhaltiger gestaltet werden? Das Projekt „Denim Footprint“ geht den ökologischen und sozialen Folgen der Denimproduktion nach und gibt Empfehlungen in Form einer „Step-by-Step Guideline“. Dabei werden unter anderem Aspekte wie Langlebigkeit, Reparatur- und Kreislauffähigkeit behandelt. Die Guideline wird sowohl online als auch in gedruckter Version erhältlich sein.

Flaneur
Cosima Ariane Dörnte
Universität der Künste Berlin

„Flaneur“ ist ein 3D-gedruckter orthopädischer Sneaker aus thermoplastischem Polyurethan. Der 3D-Druck erlaubt es, den Schuh zu personalisieren und Rücksicht auf individuelle Fehlstellungen oder Gangarten zu nehmen. Hierfür werden die Füße gescannt und eine Laufanalyse erstellt. Anschließend wird ein CAD-Modell angefertigt, mit dem die Schuhe online bestellt werden können. Abgenutzte Schuhe können zur Entsorgung zurückgegeben werden.

hejhej-mats
Anna Souvignier, Sophie Zepnik
Malmö Högskola

Die Yogamatten von „hejhej-mats“ entstehen aus Schnittresten aus der Schaumstoffproduktion. Das rezyklierte Material wird dazu mit einer TPU-Folie kaschiert. So wird garantiert, dass die Matte strapazierfähig und langlebig, hautfreundlich und hygienisch ist. Gebrauchte Yogamatten dienen wiederum als Rohstoff für die neue Produktion. Hierfür bietet „hejhej-mats“ einen Rücknahmeservice an. Über Social Media und einen Blog informiert das Start-Up zudem über Themen wie nachhaltigen Konsum und Ressourcenknappheit.

Licht im öffentlichen Raum
Armin Warnecke
Muthesius Kunsthochschule

„LP_01“ ist ein Straßenbeleuchtungskonzept, das Lichtverschmutzung entgegenwirkt. Das System lässt sich für verschiedene Kontexte und die jeweiligen Anforderungen konfigurieren. Die Kombination der Stromzugänge mit der Lichtinfrastruktur eröffnet diverse Aneignungsmöglichkeiten für Anwohner und Kommunen. Die internen Komponenten der Stele können einzeln abgenommen und ausgetauscht werden.

M-Frame
Tobias Bahne, Yvonne Cosentino, Ioannis Jyftopoulos, Michael Then
Technische Universität München

„M-Frame“ ist eine Türzarge mit integrierter Modulschnittstelle. Türnahe Objekte wie Lichtschalter oder Thermostate können darüber gebündelt mit Strom versorgt werden. Ein Aufstemmen der Wand und das individuelle Verkabeln fallen somit weg. Einzelne Module können zudem getauscht, ergänzt oder in der Höhe verstellt werden.

NEULAND
Benedikt Bandtlow, Eleonore Eisath, David Meier, Steven Stannard
Technische Universität München

Das Jahr 2068: Landwirte haben aufgrund von überfluteten Anbauflächen und belasteten Ökosystemen ihre Existenzgrundlage verloren. „NEULAND“ möchte den Bau von Anbauflächen auf schwimmenden Kunststoffmüllkörpern in Flussdeltas ermöglichen. Neben dem Kunststoffmüll sollen für den Inselbau lokal verfügbare, nachwachsende Ressourcen verwendet werden. Die Verlandung der Inseln und die Zersetzung des Kunststoffs regenerieren den Lebensraum und schaffen Zukunftsperspektiven.

Shards
Lea Schücking
Kunsthochschule Kassel

„Shards“ ist ein „Urban Mining“-Projekt: Aus Bauschutt stammende Ziegel und rezykliertes Glas werden zerkleinert, vermischt und zu Fliesen gebrannt. Die Farbigkeit und Haptik wird durch die Art der eingesetzten Ziegel, das Mengenverhältnis zum Glas und den Verlauf der Temperaturkurve bestimmt. „Shards“ ist ein zirkuläres System, in dem ohne Qualitätsverlust und mit geringem Energieverbrauch zerbrochene Fliesen zu neuwertigen Fliesen verarbeitet werden.

URBAN TERRAZZO
TFOB / They Feed Off Buildings
Universität der Künste Berlin

„URBAN TERRAZZO“ nutzt Bauschutt für ein neues Oberflächenmaterial: Beton, Ziegel und andere Baustoffe werden nach den Prinzipien der traditionellen Terrazzo-Kunst und mithilfe zeitgenössischer Technologie zusammengefügt. Ultrahochfester Beton verleiht dem Material seine strukturelle Stabilität, geriebene Pigmente aus alten Ziegeln seinen ästhetischen Charakter. Durch die Wiederverwendung von Bauschutt trägt der Werkstoff zur Etablierung einer Kreislaufwirtschaft im Bauwesen bei.

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