Die Jury 2018


Die interdisziplinäre Fachjury des Bundespreises Ecodesign ist mit Designer*innen und Umweltexpertinnen und -experten besetzt:


Werner Aisslinger
Produktdesigner, ausgezeichnet mit zahlreichen internationalen Designpreisen, Aufnahmen in die Sammlung des Museum of Modern Art in New York und die Neue Sammlung in München

„Ökologisches Umdenken im Design und Fertigungsprozess ist Herausforderung und Strategie für Kreative, wie Firmen. Die Zeiger stehen auf Veränderung.“


Prof. Anna Berkenbusch, Juryvorsitzende
Kommunikationsdesignerin, Professorin an der Kunsthochschule Halle, zahlreiche Auszeichnungen im In- und Ausland, Mitglied des Type Directors Club New York

„Wenn man über Ecodesign redet, kommt man um grundsätzliche Fragen nicht herum: In Bezug auf ein Wirtschaftsmodell, das in der Regel auf stetiges Verbrauchen und Wegwerfen angelegt ist, erscheint ein nachhaltiges Produkt oder umweltbewusstes Verhalten des Einzelnen oft wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Umso wichtiger ist es, die Diskussion um sinnlosen Konsum und Verbrauchsprozesse vehement und öffentlich zu führen. Dafür kann dieser Preis ein Anstoß sein.“


Andreas Detzel
Geschäftsführer am ifeu Heidelberg und Leiter einer Arbeitsgruppe zum Thema Biobasierte Kunststoffe, Verpackungen und Lebensmittel sowie Klimabilanzen von Unternehmen

„Ecodesign ist die Idee, Produkte und Dienstleistungen mit möglichst geringen Lasten für die Umwelt und einem optimierten Verbrauch von Rohstoffen und Energie herzustellen. Damit erst bieten sich dem Verbraucher nachhaltige Kauf- und Handlungsoptionen. An der Schnittstelle zwischen dem Anbieter und dem Nachfragenden ist Ecodesign somit ein Kernelement des nachhaltigen Konsums.“


Prof. Matthias Held
Produktdesigner, Professor an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und Forschung DGTF

„Noch sind wir nicht so weit, dass sich nachhaltige Produkte und Services als Ziele innovativen Handels breit durchgesetzt haben. Es ist deshalb wichtig, Gestalter und Unternehmen die diesen Weg in beispielhafter Form gehen sichtbar zu machen. Der Bundespreis Ecodesign leistet das auf einzigartige, in Konsequenz und Fundiertheit hervorragende Weise.“


Dr. Thomas Holzmann
Vizepräsident des Umweltbundesamtes

„Wir wissen, dass mit unserer gegenwärtigen Produktwelt erhebliche Umweltbeeinträchtigungen einhergehen. Wir wissen aber auch, dass Ecodesign bisher bei Designerinnen und Designern nur ein Nischendasein hat. Ecodesign muss sich aber als Kernkompetenz für Designfachleute und zentraler Wettbewerbsfaktor des Wirtschaftens festsetzen. Mit dem Bundespreis Ecodesign wollen wir dazu beitragen, Ecodesign als Gestaltungsprinzip in die Breite zu tragen.“


Prof. em. Günter Horntrich
Designer, emeritierter Professor für Design und Ökologie an der Köln International School of Design

„Nachhaltiges Design ist nie modisch. Trends hingegen verschleißen und ihre Accessoires werden zur Wegwerfware. Daher sind nachhaltige Produkte vergleichsweise unprätentiös. Sie treten leise auf und überzeugen eher mit durchdachten Konzepten als mit hitverdächtigen Höchstleistungen. Materialwahl, Konstruktion und Service spielen dabei eine entscheidende Rolle."


Rita Schwarzelühr-Sutter
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

„Energie- und ressourceneffiziente Produkte sind gelebte Nachhaltigkeit und stellen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für den Wirtschaftsstandort Deutschland dar. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn wir hier weiterhin die Vorreiterrolle haben. Der Bundespreis Ecodesign zeichnet Unternehmen sowie Designerinnen und Designer aus, die mit ihren Produkten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung leisten.“


Prof. Friederike von Wedel-Parlow
Modedesignerin und Gründerin des Beneficial Design Institute

„Der Bundespreis Ecodesign fördert gelungene Gestaltung, die Qualität im ganzheitlichen Sinne mit Innovation und Ästhetik verbindet; Qualität, die ökologische wie soziale Fragen als selbstverständliche Grundlage für die Gestaltung mit einschließt und umsetzbare Lösungen für die Gesellschaft aufzeigt.“

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