Nominierte 2017

Kategorie Produkt


Energiepaket „Eis-Energiespeicher und Kraftdach“
Viessmann Eis-Energiespeicher GmbH

Das System „Eis-Energiespeicher und Kraftdach“ gewinnt mittels eines PVT-Kollektors Wärme und Strom aus Umgebungsluft und Sonneneinstrahlung. Die gewonnene thermische Energie erwärmt Wasser in einem unterirdischen Betonspeicherbehälter. Diese Wärme dient als Energiequelle für eine mit der gewonnenen elektrischen Energie angetriebene Wärmepumpe, die das Gebäude beheizt. Die Pumpe entzieht dem Wasser Wärme und kühlt es ab bis es gefriert, wodurch Kristallisationsenergie nutzbar wird. Das im Eis-Energiespeicher entstandene Eis steht im Sommer als kosten- und emissionsloses Kühlreservoir zur Verfügung.

flooro
ANKER Gebr. Schoeller GmbH & Co. KG

Der Bodenstoff „flooro“ wurde speziell für die Luftfahrtindustrie entwickelt. Er wiegt 30 bis 70 % weniger als herkömmliche Bodenstoffe. Dies wirkt sich positiv auf den Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen im Flugverkehr aus. Durch die sehr dichte Webung ist der Bodenstoff besonders strapazierfähig und einfach zu reinigen. Für die Herstellung kommen ausschließlich rezyklierte Fasern zum Einsatz. Auf Klebstoffe wird verzichtet – stattdessen ermöglicht ein Klettsystem die einfache (De-)Montage.

Geschirrspüler G 6000 EcoFlex
Miele & Cie. KG
Design: Design Center Miele

Die Geschirrspüler G 6000 EcoFlex verbinden sehr gute ökologische Werte mit technischen und gestalterischen Innovationen. Neu eingesetzte Materialien und eine durchdachte Gestaltung ermöglichen eine ideale Positionierung für die schonende Reinigung und Trocknung von Stielgläsern. Ein Wärmespeicher trägt zur deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs bei. Die verwendeten Materialien weisen eine hohe Recyclingfähigkeit auf, Verbundstoffe werden weitestgehend vermieden. Zudem sind die Geräte auf eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren getestet.

Green Shape Core Collection (GSCC)
VAUDE Sport GmbH & Co. KG
Design: Mario Schlegel, Johan Raiha, Philipp Ziegler, Melanie Gros, Jakob Weigel

Mit der „Green Shape Core Collection“ hat sich VAUDE das Ziel gesetzt, die nachhaltigsten Funktionstextilien zu verwenden, die aktuell für eine Outdoor-Kollektion verfügbar sind – und dort, wo noch Lösungen fehlen, die Entwicklung voranzutreiben. Für die 20 Teile der Kollektion werden zertifizierte Naturmaterialien mit rezyklierbaren oder biobasierten Funktionsmaterialien kombiniert. Jedes Material wurde aus ökologischer und sozialer Sicht kritisch unter die Lupe genommen. Das funktionale Design der Produkte ist auf verschiedene Anwendungszwecke und Kombinierbarkeit ausgerichtet. Die Markteinführung ist für den Winter 2018 geplant.

LED-Strahler C1-mini-HC
corporate friends®
Design: Jan Eickhoff

Der LED-Strahler C1-mini-HC ist insbesondere für die flexible Beleuchtung von Vitrinen im Museums-, Messe- und Ladenbau konzipiert. Mittels eines Magnetkugelgelenks und einer magnetischen Befestigung lässt er sich werkzeuglos ausrichten und frei auf der Stromschiene platzieren. Jeder Strahler ist einzeln über einen Magnetsensor dimmbar. Der eingestellte Wert wird gespeichert und bleibt nach Stromausfall erhalten.

Natascha von Hirschhausen – Design. Mode. Ethik.
Natascha von Hirschhausen

Für ihre Modekollektion „Natascha von Hirschhausen – Design.Mode.Ethik“ verwendet die Designerin ausschließlich IVN Best und GOTS zertifizierte Materialien, Plastik wird in allen Komponenten vermieden. Die Kleidung wird lokal in Berlin produziert, die Fertigung erfolgt auf Bestellung. So werden Transportwege und Überproduktion vermieden. Besondere Schnitttechniken reduzieren zudem den Verschnitt auf nur ein Prozent. Die innovativen, größenübergreifenden Schnitte sind saisonunabhängig, Reparaturen werden kostenfrei garantiert.

eChiller
Efficient Energy GmbH

Die Kältemaschine „eChiller“ verwendet reines Wasser als Kältemittel und Trägermedium – auf synthetische Kältemittel, Öle oder Fette wird vollständig verzichtet. Die stufenlose Regelung der Kälteleistung sowie die stufenlose Anpassung an die Umgebungsbedingungen ermöglichen, den Verbrauch der elektrischen Antriebsenergie und somit die CO2-Emissionen um bis zu 80 % zu senken. Die Kältemaschine ist darüber hinaus besonders leise und schwingungsarm.

Kategorie Service


Bundesweites Vergleichsportal zu Reparaturlösungen/ Vergleichsportal kaputt.de
kaputt.de GmbH

Auf kaputt.de kann nach Selbst- und Fremdreparaturlösungen für defekte Elektrogeräte (derzeit: Smartphones, Kaffeevollautomaten) gesucht werden. Anhand nutzergenerierter Parameter empfiehlt das Online-Vergleichsportal Reparaturvideos und Ersatzteilhändler, lokale Reparateure sowie Alternativen zur Reparatur, wie Secondhand-Kauf, Miete, Verkauf oder Recycling eines Gerätes. Die Reparaturempfehlungen tragen zu einer Verlängerung der Lebens- und Nutzungszeit von Elektrogeräten bei und bieten Alternativen zum Neukauf.

Querfeld – Wir liefern natürliche Vielfalt
Querfeld UG (haftungsbeschränkt) – Frederic Goldkorn, Isabelle Bleese
Design: Kreativagentur LAUTHALS GmbH


Im Schnitt werden bis zu 30 % einer Ernte aus rein ästhetischen Gründen aussortiert. Querfeld bietet Landwirten die Möglichkeit, dieses „krumme“ Obst und Gemüse schnell und flexibel zu vertreiben. Neben der Vernetzung von Erzeugern und Abnehmern, trägt das Projekt auch zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Themenfelder Lebensmittelverschwendung und biologische Vielfalt bei. Dies geschieht durch gezielte Marketingaktivitäten und -materialien, die den Plattform-Kunden zu Kommunikationszwecken zur Verfügung gestellt werden.

Räubersachen
Räubersachen

Über den Online-Service „Räubersachen“ werden ökologisch produzierte Kleidungsstücke und Schuhe für Säuglinge und Kleinkinder vermietet. Diese werden in vier verschiedenen Zuständen angeboten (neu, sehr gut, gut und Räubersachen), die sich auch im Preis widerspiegeln. Nach der Rücksendung werden Kleidung und Schuhe gereinigt, bei Bedarf repariert und erneut dem Gebrauchszyklus zugeführt. Die Plattform bemüht sich um Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen. So werden auch kostenlose Tutorials rund um die Themen Wäschepflege und Reparatur angeboten.

Too Good To Go – Teller statt Tonne
Too Good To Go

„Too Good To Go“ ist eine App zur Lebensmittelrettung. Sie ermöglicht gastronomischen Betrieben, übrig gebliebene Speisen zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholer zu verkaufen. So müssen Restaurants, Cafés, Supermärkte und Hotels Lebensmittel, die noch gut sind, nicht entsorgen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher kommen in den Genuss einer preiswerten Mahlzeit und lernen neue Läden in ihrer Umgebung kennen. Wertvolle Ressourcen werden geschont: Mit rund zwei Millionen geretteten Mahlzeiten wurde bereits ein erster Meilenstein erreicht.

Kategorie Konzept


Baubotanik
Prof. Dr. Ferdinand Ludwig

Der Ansatz der „Baubotanik“ verknüpft biologische und konstruktive Prinzipien zu einem architektonischen Konzept. Bäume werden mit technischen Konstruktionselementen verbunden. Mit zunehmender Größe und Stabilität der Pflanzen entstehen lebende Bauwerke. Anfangs teilweise notwendige Hilfskonstruktionen können dann zurückgebaut werden. Neben der besonderen Aufenthaltsqualität kann das Projekt einen Beitrag zum Stadtklima leisten und zeigt Potentiale der ökologischen und räumlichen Nutzung von Pflanzen in Architektur sowie Stadtplanung auf.

Bienensauna
Apisystems GmbH
Design: N+P Industrial Design – Christiane Bausback, Andreas Bergsträßer, Julia Haschke

Weltweit werden Bienenvölker von der Varroa-Milbe befallen. Sie gilt als eine der Verursacherinnen des massenhaften Bienensterbens. Die Bienensauna ermöglicht eine einfache Bekämpfung der Milbe durch Wärme: Die Biene „schwitzt“ sich gesund, während die wärmeempfindliche Milbe stirbt. Auf die übliche, für Bienen schädliche Säurebehandlung kann verzichtet werden. Zwischen den „Saunagängen“ wird die Bienensauna mit einem natürlichen Mittel desinfiziert.

esthétique
Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung
Design in Kooperation mit The Retail Academy, R.e.a.d. Bildungs GmbH

Das Projekt „esthétique“ stellt Ökologie und soziale Fairness gleichermaßen in den Mittelpunkt. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten eng zusammen und entwickeln, präsentieren und produzieren gemeinsam Mode, die Geschichten erzählt und ein Gegenmodell zur „fast fashion“ darstellt. Grundmotiv der aktuellen Kollektion war die Frage danach, was glücklich macht. Es werden ausschließlich GOTS zertifizierte Stoffe verwendet. Die Produktion erfolgt in der Schneiderei der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

ETA-Fabrik – Die energieeffiziente Modellfabrik
ETA-Fabrik
Team ETA-Fabrik: PTW – Umweltgerechte Produktion der TU Darmstadt, Dietz Joppien Architekten AG, osd office for structural design, Kruse Ingenieurgesellschaft mbH & Co. KG, Bieter-gemeinschaft Röser Ingenieurbeton / Traub GmbH & Co. KG, Ducon GmbH & Co. KG, ZAE Bayern e. V., Bosch Rexroth AG, IVA Schmetz GmbH, EMAG GmbH & Co. KG, Mafac E. Schwarz GmbH & Co. KG.

Unter der Prämisse der Ressourceneffizienz erfolgt in der ETA-Modellfabrik eine synergetische thermische Verknüpfung von Produktionsprozess und aktivierter Gebäudehülle. Ziel ist es, durch einen integrativen Planungsansatz Energieströme so zu lenken, dass anfallende Abwärme bedarfsgerecht durch Speicherung weiterverwendet werden kann. Dadurch ist eine große Steigerung der Energieeffizienz sowie eine Senkung der CO2-Emissionen und des Ressourcenverbrauchs gegenüber einer konventionellen Produktionsstätte möglich.

Kategorie Nachwuchs


Cho‘jac
Thomas Kilian Bruderer
weißensee kunsthochschule berlin

Der Rucksack „Cho’jac“ ist eine Neuinterpretation des traditionellen Flechthandwerks aus Mexiko: Er besteht aus dem nachhaltigen Sisal des Agave-Kaktus, vegetabil gegerbtem Leder sowie Leinen aus europäischem Anbau. Gefertigt wird der Rucksack in Handarbeit in kleinen Manufakturen rund um Berlin. Alle Bestandteile sind lange haltbar und entweder reparier- oder ersetzbar. Die Metallnieten können abgeschraubt und wiederverwendet werden. Aus Teilen des Erlöses werden in der Region Chiapas / MX kostenlose, niedrigschwellige Kurse für Einheimische angeboten, damit die Tradition wiederbelebt und diese einzigartige Kulturtechnik nicht verloren geht.

crowdsweeper
Linh Bùi Duy, Tobias Gamm, Constantin Gehlken, Marcel Hansel, Maurice Hensdiek, Johanne Niggemann, Christoph Owsianski, Fabian Pilz und Dennis Schlünzen
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Das Projekt „crowdsweeper“ hat die Entwicklung autonomer Drohnen für die humanitäre Kampfmittelräumung zum Ziel. Langfristig sollen die Geräte alle lebensgefährlichen Aufgaben bei der Kampfmittelräumung übernehmen können. Das Projekt soll sich in Zukunft durch Patenschaften von Unternehmen und Privatpersonen selbst erhalten. Die Paten finanzieren mit ihrem regelmäßigen Beitrag die Nutzung und erhalten über ein Onlineportal ein direktes Feedback über die Wirkung ihrer Spende.

DfC x JNJ Curated Circularity – Designed for Infinity
Design for Circularity, Ina Budde

Die Modekollektion „DfC x JNJ“ überzeugt nicht nur durch das konsequent auf Kreislauffähigkeit ausgerichtete Design, sondern auch durch intelligente Kommunikationslösungen und das zugrunde liegende EXTENDED CLOSED LOOP Modell. Ziel ist eine bessere Vernetzung innerhalb der Modewirtschaft sowie der Ausbau von Rückgabestrukturen und Angeboten zur Mehrfachnutzung. Jedes Kleidungsstück der Kollektion ist mit einem scanbaren Label versehen, das u.a. die Materialzusammensetzung für Kunden und Recyclingunternehmen sichtbar macht sowie über Leasing- und Rückgabemöglichkeiten informiert.

Sonnenwagen Aachen
Team Sonnenwagen Aachen
RWTH Aachen und FH Aachen

Nachhaltige Mobilitätskonzepte sind entscheidend für unsere Zukunft. Hinter dem Team Sonnenwagen Aachen steht ein Verein Studierender der RWTH Aachen und FH Aachen. Gemeinsam entwickelten sie ein Solarauto zur Teilnahme an einem emissionsfreien Rennen quer durch Australien, der World Solar Challenge 2017. Die Entwicklung und Umsetzung des Solarfahrzeugs sind die Kernpunkte des Projektes und treiben Innovationen in den Bereichen des Leichtbaus, der Solarenergie und der Fahrstrategie voran.

Wetrace – Fisch
Kim Huber und Caroline Konrad
ecosign/Akademie für Gestaltung
In Kooperation mit KIAG Knowledge Intelligence Applications GmbH

Die App „WETRACE – Fish“ möchte die Wertschöpfungskette von Fischprodukten sowie deren Qualität und Nachhaltigkeit transparent machen. Als bequemes Einkaufstool dient die App der schnellen Produkteinschätzung. Per Produktscan erhalten die Verbraucher und Verbraucherinnen Informationen über den gesamten Produktlebenszyklus – von den Rohstoffquellen bis hin zum Transport in den Supermarkt. Auf spielerische Weise werden so selbstbestimmte und nachhaltige Kaufentscheidungen gefördert.

Gefördert von


BMU
UBA

entwickelt und durchgeführt von


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