Preisträger 2014


Die folgenden 13 Produkte, Dienstleistungen, Konzepte und Nachwuchsprojekte haben den Bundespreis Ecodesign 2014 erhalten. Die feierliche Preisverleihung fand am 14. November 2014 im Bundesumweltministerium in Berlin statt.

Prämiert wurden unter anderem energiesparende und reparaturfähige elektronische Produkte, innovative Transportsysteme für den Stadtverkehr, eine nachhaltige Modekollektion, umweltverträgliche Produktionsverfahren in der Leder-, Brillenglas- und Textilherstellung sowie ein Online-Spiel zur CO2-Reduzierung im Alltag.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und UBA-Präsidentin Maria Krautzberger überreichten die Trophäen und Urkunden. Bilder und Impressionen von der Preisverleihung finden Sie unter dem Menüpunkt Presseservice.

Über 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Designbranche feierten in den Lichthöfen des Bundesumweltministeriums. In ihrer Eröffnungsrede betonte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Nachhaltige Produkte sind eine wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Konsum. Dafür braucht es auf Design-Seite Menschen mit Ideenreichtum, Phantasie und unternehmerischem Mut. Der Bundespreis Ecodesign soll Vorreitern für zukunftsfähiges, nachhaltiges Design Anerkennung und Unterstützung sein. Und einmal mehr war zu sehen, - und das wollen wir mit dem Preis ja nicht zuletzt auch zeigen – dass ökologisches Design ästhetisch sehr anspruchsvoll sein kann.“



Kategorie Produkt


Sechsmal wurde der Bundespreis Ecodesign 2014 in der Kategorie Produkt verliehen. In dieser Wettbewerbskategorie konnten auf dem deutschen Markt erhältliche Produkte aus allen Designsparten und Branchen sowie Prototypen mit Marktreife eingereicht werden.


Blattwerk-Kollektion

HELLER-LEDER GmbH & Co. KG

Das Polsterleder der Blattwerk-Kollektion wird mit Olivenblättern nach Standards des Blauen Engel gegerbt. Der Einsatz von Lacken und Farbstoffen ist so verzichtbar und die ressourcenschonende Verwendung eines Abfallprodukts aus der Olivenernte möglich. Vor- und Nachbehandlung erfolgen gesundheitlich unbedenklich und schadstofffrei. Einige der Ledervarianten werden nach der Färbung in ihrem Naturzustand offenporig belassen. Durch den Schutz mit Bienenwachs bieten sich Vorteile für Optik und Haptik.

Jurystatement:
„Wirklich innovativ und mit klarem Umwelt-Vorteil. Die gute alte Tierhaut Leder wird mit einem revolutionären pflanzlichen Gerbstoff aus Olivenbaum-Blättern haltbar gemacht. Die Blätter wurden bislang nach der Ernte verbrannt. Der Clou: Ein feiner Olivenduft bleibt.“ (Dr. Kirsten Brodde)


E-FORCE, Lastkraftwagen
E-FORCE ONE AG

Der 18t-Elektro-LKW E-FORCE vereint Wirtschaftlichkeit und Praxistauglichkeit aufgrund großer Reichweite. Durch seinen Elektroantrieb mit Strom aus erneuerbaren Energien ist er leiser und verbraucht nur 1/3 der Energie konventioneller Diesel-LKW. Die langlebigen LiFEPO4-Batterien sind leistungsstark und recycelbar. Der Anschaffungspreis amortisiert sich durch geringe Betriebskosten. In den Flotten von Coop und der Carlsberg Group ist er bereits im Einsatz.

Jurystatement:
„Der Elektro-LKW der E-FORCE ONE AG stellt eine neue Größenordnung im Bereich der Elektromobilität dar. Es ist beeindruckend, wie leise der 18t-LKW ist. Dadurch eignet er sich vor allem für den innerstädtischen Bereich. Durch seinen geringen Energieverbrauch und seine verbesserte Reichweite ist der E-FORCE eine wirtschaftliche Alternative, die im Wettbewerb bestehen kann. Dies zeigen auch bereits Beispiele aus der Schweiz.“ (Dr. Thomas Holzmann)

Detailinformationen

18-Tonnen-Elektro-LKW von Feldschlösschen

„Diese Auszeichnung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. In der heutigen Welt sieht man besonders in den dicht besiedelten Städten und Agglomerationen, dass der Verkehr massiv dazu beiträgt, dass die Lebensqualität abnimmt. Eine grüne Warenlieferung wird sich direkt positiv auf die Lebensqualität der Bevölkerung auswirken. Doch ein Lastwagen muss mehr als nur grün sein. Bei der Entwicklung des E-FORCE-Lastwagens haben Roger Miauton, der die grundlegende Idee hatte, einen elektrischen LKW zu bauen und Hansjörg Cueni, CEO der Firma E-FORCE ONE genau darauf geachtet, dass die Kriterien umweltfreundlich, praxistauglich und wirtschaftlich erfüllt werden. Denn nur wer diese Kriterien erfüllt, hat langfristig auf dem Markt eine Chance. Und dieses Ziel verfolgen wir.“ Flavio Cueni (Leiter Kommunikation, E-FORCE ONE AG)

Frosch Recyclat-Initiative für Verpackungen
Werner & Mertz GmbH
Design: Projektteam Recyclat-Initiative Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH, Alpla-Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, UNISensor Sensorsysteme GmbH, NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.

Im Rahmen der Recyclat-Initiative werden für Frosch-Reinigungsmittel transparente Behälter hergestellt, die bis zu 40% aus PET der Grünen-Punkt-Sammlung bestehen. Altverpackungsmaterial aus dem Gelben Sack wird damit erstmalig für Upcycling nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip genutzt, das beliebig oft wiederholt werden kann. Die hochwertige Wiederverarbeitung im geschlossenen Wertstoffkreislauf zeigt sich im unveränderten Erscheinungsbild hinsichtlich Form, Funktion und Haptik der Frosch-Flaschen. Das Projekt ist als Open-Innovation-Initiative konzipiert: Jeder Marktteilnehmer ist zum Mitmachen eingeladen.

Jurystatement:
„Die Frosch-Recyclat-Initiative wird für den innovativen Ansatz prämiert, Alt-Kunststoffe aus dem Gelben Sack für den Einsatz in Endverbraucher-Produkten nutzbar zu machen. Aktuell werden in einer Frosch-Flasche 20 bis 40% PET aus dem Gelben Sack eingesetzt. Positiv ist auch, dass Verbraucher auf der Flasche über die Initiative informiert werden.“ (Dr. Dietlinde Quack)

Detailinformationen:

Es ist der Recyclat-Initiative erstmalig gelungen, eine transparente PET-Verpackung herzustellen, die bis zu 40 Prozent aus gemischten PET-Abfällen der haushaltsnahen Verpackungssammlung (Gelber Sack) besteht und dabei eine geringfügige Verfärbung aufweist. Das Konzept basiert auf High-Tech-Innovation, Cradle2Cradle, Upcycling, neuen Prozessen/Rezepturen, Kooperation sowie dem Gedanken der Open-Innovation=offen für alle. Die Rezeptur für das PET-Material ist neu und musste den hohen Vorgaben der Nutzung hinsichtlich Form, Funktion und Haptik entsprechen. Das auf den ersten Blick unveränderte Erscheinungsbild ist die gewollte Herausforderung und wichtig für die Akzeptanz beim Konsumenten. Es wurden 100.000 Flaschen mit 20 Prozent PET-Recyclat aus dem DS abgefüllt und in den Markt gebracht, ohne eine einzige Kundenreklamation. „Wir wollen es für möglichst viele Konsumenten attraktiv machen, sich vor dem Regal für Nachhaltigkeit zu entscheiden.“ Innovativ ist dabei auch der Ansatz einer gemeinsamen branchenübergreifenden Wertschöpfungskette: An dieser beteiligen sich bisher der Grüne Punkt Duales System Deutschland (DSD), das weltweit agierende Verpackungsunternehmen ALPLA aus Österreich, der Handelskonzern REWE, der NABU – Naturschutzbund Deutschland und der Karlsruher Hersteller für Sensorsysteme, UNISENSOR gemeinsam mit der Vertrauens-Marke FROSCH von Werner & Mertz.

Recyclat Initiative ganzheitlich nachhaltig

Schwermetallfreie Brillenglasfertigung
Satisloh GmbH
Design: Entwicklungsabteilung Satisloh, Dr. Michael Mauderer und Team

In dem Produktionsverfahren zur Brillenglasherstellung wird das schwermetallhaltige „Alloy“ durch einen ökologisch unbedenklichen Klebstoff ersetzt. Er verbindet die Brillenglasrohlinge mit dem ebenfalls neu entwickelten Werkstoffträger, der aus Kunststoff statt aus Aluminium gefertigt wird. Weder beim Verbindungs- noch beim Trennungsverfahren fallen schwermetallhaltige Abfälle an. Das Resultat: Ein höherer Gesundheitsschutz für den Arbeitnehmer und eine geringere Umweltbelastung bei der Entsorgung.

Jurystatement:
„Die Firma Satisloh hat es geschafft, Schwermetalle und seltene Erden, die in der Brillenglasfertigung benötigt werden, zu ersetzen. Sie verbessert damit sowohl die Arbeitssicherheit als auch die Umweltwirkung der Brillenglasfertigung. Mit dem Verfahren zur schwermetallfreien Brillenglasfertigung zeichnen wir erstmals einen innovativen Fertigungsprozess aus.“ (Dr. Thomas Holzmann)

Detailinformationen:

„Als Branchenführer verspüren wir eine gewisse Verantwortung. Satisloh bedient die gesamte Produktpalette und Prozesskette, wir haben daher gute Kenntnis über die zunehmenden Anforderungen an umweltschonende Produkte und Prozesse. Die Einführung einer von der UN initiierten Konvention zum Verbot von Schwermetalllegierungen war zu erwarten. Wir wollten zur richtigen Zeit mit dem besten Produkt auf dem Markt sein, um unseren Kunden die Fortführung ihrer Produktion zu ermöglichen. Inspiriert hat uns die Vorstellung, als Größter in der Branche die Trendwende einzuläuten und durchzuhalten.

Im alten Verfahren sind die Nutzung der Rohstoffe und die Arbeitsabläufe noch typisch für eine gewisse „alte“ industrielle Produktion, die sich wenig um ihre Rahmenbedingungen kümmert. Für das neue Verfahren mussten Werkstoffe entwickelt und aufeinander abgestimmt werden, die den Ressourcenverbrauch und die Belastung von natürlicher Umwelt und Arbeiterinnen und Arbeitern weitgehend reduzieren. Das neue Design der Blockstücke ist kein Selbstzweck, sie sind eher Komponenten in dem neuen, geschlossenen Produktionsprozess. Das Design des Blockstücks entspricht „lediglich“ der optimalen Funktionalität im Zusammenwirken der neuen Materialien. Die Verminderung ökologischer, gesundheitlicher und sozialer Risiken und der damit verbundenen Kosten standen im Vordergrund.

Das neue Blockstück und das neue Verfahren sind kein kreativer Geniestreich. Wir haben viele Jahre und in unendlich vielen kleinen Schritten an der umweltverträglicheren Materialwahl und einem nachhaltigeren Prozessablauf gearbeitet. Auch unseren weltweiten Service mussten wir anpassen.
Die größten Schwierigkeiten bei uns als im internationalen Wettbewerb stehenden Industrieunternehmen waren die lange Entwicklungszeit und die damit verbundenen Kosten, u.a. für die laufende rechtliche Absicherung und die Anmeldung zahlreicher Patente. Wir können nur jedem Unternehmen raten ausreichend Ressourcen vorzusehen: Zeit, geeignetes Personal, zusätzliche Spezialisten und kreative Freiräume.“

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vosLED-Glühlampe
vosla GmbH

Herzstück der vosLED-Glühbirne ist ein LED-Faden mit hunderten Low-Power-Mikro-LEDs, der im Gegensatz zu Energiesparlampen warmes Licht in einem Abstrahlwinkel von 340 Grad abgibt. Die vosLED besitzt alle Vorzüge der klassischen Glühlampe. Sie ist dabei energiesparender und leichter als herkömmliche Glühlampen, bleibt im Betriebszustand kalt, hat eine längere Lebensdauer und enthält kein Quecksilber. In der Retrofit-Variante entspricht sie sowohl den Stilvorgaben als auch der Lichtstimmung des Originals.

Jurystatement:
„Ein Archetypus der Designwelt wurde neu interpretiert. Die vosLED-Glühlampe ist dem Original dank innovativer Technik weit überlegen. Sie liefert charakteristisches Licht, hält 10-mal länger, kommt ohne Umweltgifte aus und setzt nicht zuletzt ein politisches Statement. Sie kann in klassische Leuchten eingesetzt werden, wodurch eine Neuanschaffung entfällt.“ (Prof. em. Günter Horntrich)


wunderwerk. more than organic.
Rheinstoff GmbH & Co. KG
Design: wunderwerk Heiko Wunder, Anna Brückmann, Judith Koch

Das Eco-Fashion-Label wunderwerk verzichtet nahezu vollständig auf den Einsatz erdölbasierter Rohstoffe wie Polyamid, Polyacryl und Polyester. Verwendet werden größtenteils GOTS-zertifizierte Rohstoffe aus Deutschland und Europa. Anstelle chemischer Bearbeitung steht Handarbeit: Airbrush-Technik und Stonewash ersetzen das Bleaching mit Chlor. Mehrfachüberfärbungen, Batik und das Kaltfärbeverfahren „mal tinto“ (dt. für „schlecht gefärbt“) erzielen Farb- und Auswascheffekte sowie einen natürlichen Used-Look.

Jurystatement:
„Dies ist eine der wenigen, absolut ökologischen Modekollektionen, die es in die Groß-Serie geschafft hat. Wunderwerk zeigt, dass giftfreie Produktion nicht heißt, auf modische Effekte verzichten zu müssen. Die Kollektion ist dabei marktfähig durch moderne Schnitte und verfügt über eine konsequent durchdachte Produktionsstrategie." (Dr. Kirsten Brodde)

Detailinformationen:

„Der heutige Trend geht rasant in Richtung eco und organic Fashion. Wir wünschen uns, dass die Textilindustrie in Zukunft ausschließlich eco und organic Materialien verwendet, so dass Eco-Fashion selbstverständlich ist.“ wunderwerk

wunderwerk steht für das Zusammenspiel von modischem Design, komfortabler, dennoch perfekter Passform, anschmiegsamen und hochwertigen, naturbelassenen Bio-Stoffen und tollen Tye-dye-Färbungen. Wir möchten trendorientierte und modische Frauen und Männer ansprechen, die es verstehen Mode und Nachhaltigkeit bewusst zu verbinden. Dabei verstehen wir uns nicht nur als Modelabel mit „grünem“ Hintergrund, sondern als „Lovemark“ und möchten unsere Kunden emotional für wunderwerk begeistern. Bevor wir wunderwerk gründeten, waren wir selbst jahrelang in führenden Positionen im Modebereich tätig und wussten was der Markt benötigt: wir nennen es „Prêt-à-Eco-porter“ - stylische und zugleich nachhaltige Mode zum Anziehen. Unabhängig voneinander spielten wir während unserer beruflichen Laufbahn mit dem Gedanken faire Mode zu produzieren. So kam es durch ein zufälliges Treffen, dass wir uns 2012 zusammentaten.

Die Kollektion
Sowohl in der Damen- als auch der Herrenkollektion bieten wir Denims, Hosen, Strick, T-Shirts und Jacken an. Dabei sind Batik- und Tye-dye-Jeanshosen sowie Hybrid-Blusen unsere absoluten Highlights in jeder Kollektion. Trotz Verwendung hochwertiger zumeist GOTS zertifizierter Oberstoffe und Accessoires ist unser Preis-Leistungs-Verhältnis überdurchschnittlich. Um das beste und ökologischste Ergebnis zu erzielen, suchen und prüfen wir unzählige europäische Produktionsstätten und Nähbetriebe.

Nachhaltigkeit
Diese Vision unterstützen wir, indem wir
- durch grundsätzlich umweltgerechte Fertigung der Textilien, d.h. ohne Luft- und Wasserverschmutzung und unter Ausschluss von umweltbelastenden Chemikalien, wie Chlor oder Kaliumpermanganat, sowie erdölbasierenden Rohstoffen produzieren.
- mit Mensch und Tier fair umgehen.
- Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) und kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) verwenden.
- ressourcenschonende Produkte, Waschungen und Veredelungstechniken anwenden.
- die Arbeiter in den Herstellungsländern vor gefährlichen Chemikalien schützen.

Materialien
Die Stoffe und Zutaten stammen aus verschiedenen europäischen Ländern: Österreich, Großbritannien, Niederlande, Italien, Dänemark, Türkei. Die Materialien sind fast ausschließlich organic oder naturbelassen.
Wir verwenden u.a. folgende Materialien:
- Schurwolle aus GOTS zertifizierter biologischer Tierhaltung (kbT),
- Baumwolle aus GOTS zertifiziertem, kontrolliert biologischem Anbau (kbA),
- naturbelassene Seide bzw. Seide aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT),
- Alpaca und Pirma-Cotton aus Peru,
- Modal Edelweiß, die nachhaltige Modalfaser der Firma Lenzing aus Österreich, die aus heimischem Buchenholz und ohne den Einsatz von Chlor hergestellt wird,
- Tencel, die nachhaltige Lyocell-Markenfaser aus Österreich mit nahezu geschlossenem Produktionskreislauf.
- Es werden keine erdölbasierenden Rohstoffe für Knöpfe, Label, Garne, etc. verwendet, wie dies bei konventionellen Marken üblich ist; wunderwerk verwendet für Knöpfe z.B. Steinnuss oder Metall, für Label Baumwolle.
- Recyceltes Papier, natürliche Baumwolle und andere umweltschonende Materialien (ohne Einbeziehen von Lösemitteln oder Lacken) für das Labeling.

Geringer Wasserverbrauch

Bei der Jeansherstellung kommen wir mit gerade mal 4-6l Wasser pro Hose aus. Der Used-Effekt wird durch Sauerstoffbleiche, mechanische Handarbeit, Laser oder Stone-wash ohne umweltbelastende Chemie hergestellt. Im Vergleich dazu ist der Wasserverbrauch bei der konventionellen Jeans-Produktion mit ca. 160l pro Hose enorm. Der Used-Effekt wird dabei durch Chlor und das stark ätzende Kaliumpermanganat erzielt und muss wiederum mit viel Wasser ausgewaschen werden, um Restbestände zu entfernen. Die Produktionsweise von wunderwerk Jeans generiert einen geringen Wasser- und Energieverbrauch und auch eine geringere Wasserverschmutzung.

Färbetechnik
Wir verfügen über die innovativste Färbetechnik „mal tinto“ (dt. schlecht gefärbt), bei der das Kleidungsstück komplett am Stück (nicht der Stoff vor der Verarbeitung) mit einem besonderen Kaltfärbeverfahren gefärbt wird. Diese Technik wenden wir auf T-Shirts, Blusen, Strick, sogar auf Sakkos, Blazer und Hosen an. Bei den Farbstoffen berücksichtigen wir die von der GOTS herausgegebene Positivliste für Farbstoffe. Das Färben und Bleachen der Kleidung wird durch die Airbrush-Technik aus Ozon/Sauerstoff, Stone-wash und mechanische Handarbeit erzielt.

Fotoshooting


Kategorie Service


In der Wettbewerbskategorie Service konnten die folgenden beiden Projekte die Jury überzeugen und wurden mit dem Bundespreis Ecodesign 2014 ausgezeichnet:


CO2-Kompass

Scholz & Volkmer GmbH
Durchgeführt für: DB Mobility Networks Logistics
Design: Hieu Phan, Larissa Honsek, Mauricio Franicevich Garcia

Mit dem Online-Spiel CO2-Kompass setzt sich die Deutsche Bahn als einer der größten Arbeitgeber Deutschlands das Ziel, Mitarbeiter und Firmenangehörige für einen effizienten Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren. Der CO2-Kompass motiviert spielerisch dazu, durch den Wettbewerb mit anderen in Heim und Büro CO2 einzusparen. Mithilfe von praktischen Alltagstipps, z. B. zu Recyclingpapier-Nutzung oder richtigem Heizen, kann man den CO2-Ausstoß einschränken und sich darin mit anderen messen.

Jurystatement:
„Der CO2-Kompass animiert auf spielerische Art dazu, den eigenen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Gut gestaltet, ermöglicht er schnelle Orientierung und lädt zum Mitmachen ein. Die Applikation ist technisch auf dem neuesten Stand, leicht zu benutzen und passt zur Marke. Ursprünglich als Online-Spiel für Mitarbeiter der Deutschen Bahn konzipiert, motiviert es auch im Alltag zu Verhaltensänderungen.“ (Prof. Dr. h.c. Erik Spiekermann)

Detailinformationen:

„Uns als Kommunikationsdesignern geht es beim Thema Ecodesign um die Veränderung von Gewohnheiten im Bereich Nachhaltigkeit. Genau hier greift der CO2-Kompass der Deutschen Bahn. Unser „Produkt“ ist dabei eine Applikation, die wir als so genanntes „Whitelabel“-Tool anbieten - mittlerweile in der vierten Generation. Sowohl wir von Scholz & Volkmer als auch die Bahn freuen uns, wenn andere Unternehmen davon profitieren und die gesammelten Erfahrungen für eigene Projekte adaptieren. Das verstehen wir unter Nachhaltigkeit. Willkommen in der Sharing-Economy.“
Michael Volkmer (Inhaber und Geschäftsführer, Scholz & Volkmer GmbH)

„Als Umweltzentrum der Deutschen Bahn ist es unsere Aufgabe, Prozesse und Verhaltensweisen im Umweltschutz in den Konzern zu integrieren. Dabei ist es ungleich schwerer, Mitarbeiter mitzunehmen und zum Mitmachen zu motivieren. Denn jeder ist stark in seinen Arbeitsalltag eingebunden und hat eingespielte Gewohnheiten. Dabei können schon kleine Verhaltensänderungen eine große Wirkung haben. Der CO2-Kompass zeigt diese Maßnahmen auf und macht sie nachvollziehbar. Er motiviert ohne erhobenen Zeigefinger durch spielerische Weise und schafft so den Einzug in den Alltag unserer Mitarbeiter. Sind sie einmal gelernt und ist das Bewusstsein dafür gestärkt, haben wir unser Ziel erreicht.“
Peter Westenberger (Leitung Umweltschutz Grundsätze, Gestaltung und Entwicklung, Deutsche Bahn AG)

Hinweis: Der CO2-Kompass ist als eine DB-interne Onlineanwendung nur für die Nutzung der Mitarbeiter konzipiert und wird auf einer eigenen Website geführt.

Recyclingsuche-App eSchrott

Hellmann Process Management GmbH & Co. KG

Die kostenlose App eSchrott macht die Entsorgung alter Elektrogeräte schnell und einfach möglich. Ansprechend und benutzerfreundlich gestaltet, greift sie auf ein bundesweites Netz von über 15.000 kommunalen und gewerblichen Sammelstellen zu und zeigt dem Bürger die nächstgelegene an. Wöchentlich informiert sie über Umweltthemen. Auch illegal abgeladener Elektro-Schrott kann via App gemeldet werden. Die Sammelquote von Altgeräten wird so erhöht und die Rückgewinnung wichtiger Sekundärrohstoffe gefördert.

Jurystatement:
„Kaputte Elektrogeräte umweltfreundlich zu entsorgen, ist manchen Verbrauchern lästig, weil ihnen der Weg zum nächsten Wertstoffhof zu weit oder nicht bekannt ist. Diese App kann hier eine enorme Hilfe sein. Überzeugend ist der Ansatz, die vielen Rückgabemöglichkeiten im Handel und bei den Kommunen mobil und einfach zur Verfügung zu stellen. Durch Aktualisierung der hinterlegten Sammelstellen ist der Nutzer immer auf dem neuesten Stand. Eine App-Lösung, die überfällig war und nichts kostet.“ (Rita Schwarzelühr-Sutter)

Detailinformationen:

„Für uns bedeutet EcoDesign, ansprechendes und zeitgemäßes Design mit den Funktionen unserer Recyclingsuche-App eSchrott in Einklang zu bringen. Mit der App und der begleitenden Informationskampagne wollen wir Menschen für einen nachhaltigen Umgang mit Elektroaltgeräten sensibilisieren und das Entsorgungsverhalten positiv beeinflussen.

Technische Geräte sind seit Jahrzehnten selbstverständlich integraler Bestandteil unseres Lebensalltags. Die anhaltende Marktexpansion und immer kürzer werdende Innovations- und Produktlebenszyklen führen jedoch zu einem stetig wachsenden Berg an Elektroschrott. Das erfordert eine fachgerechte Verwertung von Elektroaltgeräten, um so wertvolle Sekundärrohstoffe zurückzugewinnen und Schadstoffe zu separieren. Jährlich fallen bundesweit rund 23 kg Altgeräte pro Bürger an. Aber gerade mal 7 kg pro Bürger gelangen in zertifizierte Recyclingprozesse. Zudem gelangt ein großer Teil an Elektroaltgeräten über illegale Abfalltransporte in das außereuropäische Ausland, vorwiegend nach Afrika. Daran wollen wir etwas ändern.

Das gelingt unserer Meinung nach nur, indem die Bevölkerung aufgeklärt wird. Denn Tatsache ist, dass noch viel zu viele Elektroaltgeräte nicht fachgerecht entsorgt werden. Sei es aus Bequemlichkeit oder fehlender Transparenz über das bundesweite Netz an kostenlosen Abgabemöglichkeiten. Hellmann Process Management unterstützt als Umweltdienstleister seit Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgerätegesetztes (ElektroG) viele Hersteller der Elektro- und Elektronikbranche bei der Umsetzung ihrer Produktverantwortung. Das ElektroG regelt dabei „das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten“. Mit Hilfe der App ist es uns als Umweltdienstleister gelungen, eine Informationsplattform zu schaffen, die die verschiedensten Akteure des ElektroG wie Hersteller, Handel, Kommunen sowie Entsorgungsfachbetriebe vereint.“
André Pohl (Geschäftsleiter, Hellmann Process Management)

Recyclingsuche-App eSchrott


Kategorie Konzept


In der Kategorie Konzept konnten zukunftsweisende Designstudien und Modellprojekte eingereicht werden. Das folgende Projekt wurde mit dem Bundespreis Ecodesign 2014 ausgezeichnet:


Umweltfreundliches Nutzfahrzeug

StreetScooter GmbH
Design: Poschwatta Automotive Design Nils Poschwatta

Eigens für die Deutschen Post hat die StreetScooter GmbH ein maßgeschneidertes Elektromobilitätskonzept entwickelt. Gemäß den spezifischen Anforderungen der Verbundzustellung (Briefe und Pakete) wurde ein umweltfreundliches E-Nutzfahrzeug entwickelt, das die Zusteller auf Grundlage von Simulationstests körperlich entlastet. Produktions- und Kostenaufwand sind durch die Leichtbauweise gering. Zudem ermöglicht das modulare Baukastensystem die Produktion weiterer Fahrzeugvarianten.

Jurystatement:
„Das Konzept eines umweltfreundlichen Zustellfahrzeugs überzeugt vor allem durch das funktionelle Design, das maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Fahrerinnen und Fahrer angepasst wurde. Der Verzicht auf den Antrieb per Verbrennungsmotor schafft ganz neue Möglichkeiten beim Fahrzeugdesign. Diese wurde hier innovativ genutzt. Der Elektroantrieb und die Leichtbauweise verbinden den gelungenen Gestaltungsansatz mit deutlichen Vorteilen für den Umweltschutz. Ein Schub für die Elektromobilität!“ (Rita Schwarzelühr-Sutter)



Kategorie Nachwuchs


Die Kategorie Nachwuchs ist als Querschnittskategorie zu verstehen, hier konnten Projekte aus sämtlichen Designsparten eingereicht werden. Insgesamt wurden vier Projekte mit dem Bundespreis Ecodesign 2014 ausgezeichnet. Die Nachwuchspreise sind mit jeweils eintausend Euro dotiert.


Algaemy
Essi Johanna Glomb und Rasa Weber
Studio Blond & Bieber
Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Algaemy ist ein analoger Textildrucker, der Farbpigmente selbst produziert. Die Farbpalette reicht von Blau-, Grün- und Brauntönen bis hin zu leuchtendem Rot. Veränderbarkeit von Farbgebung und Oberfläche gehören hier zum ästhetischen Konzept. Algaemy nutzt in einem autarken Herstellungszirkel das nachhaltige Potential einer CO2-bindenden Mikroalge, die in Europa als bisher als Unkraut angesehen wird, jedoch Filtereigenschaften aufweist und als nachwachsender Rohstoff fruchtbar gemacht werden kann.

Jurystatement:
„Absolut kreatives Nachwuchsprojekt. Textildruck, der mit dem originellen Rohstoff Alge arbeitet, der zu Unrecht als Unkraut geschmäht wird. Der Reifen des Holzwagens, den das Design-Duo dafür gebaut hat, dient als Druckwalze, die über die am Boden liegenden Stoffbahnen gerollt wird. Es gibt bereits erste bedruckte Outfits und coole Schuhe. Mehr geht nicht an Zukunft!“ (Dr. Kirsten Brodde)

Detailinformationen:

„Durch die ästhetische Forschungsarbeit an dem natürlich vorkommenden Rohstoff Mikroalge versuchen wir neue Wege für die (Textil-)Industrie aufzuzeigen. Als Gegenentwurf zu der herkömmlichen industriellen Farbpalette zeigt Algaemy, dass der Verzicht auf Lichtechtheit einen bisher ungeahnten gestalterischen Spielraum eröffnet, der Neugier und Überraschung in der Beziehung zwischen Material, Produkt und Konsument ermöglicht. Indem die Eigenschaften der Natur zum Kern der Gestaltung werden, entsteht ein neues gestalterisches Forschungsfeld.

Wir sehen uns als Vertreterinnen einer jungen deutschen Designergeneration, für die nachhaltige Aspekte des Designs zunehmend zum Selbstverständnis werden. Das Prinzip der Future Crafts ist unser Leitfaden, nach welchem wir versuchen innovative Materialkonzepte mit traditionellem Handwerk zu verknüpfen. Ein stetiger Wunsch, der unsere Arbeit vorantreibt ist es, das Unbekannte der Forschung mit den vertrauten Aspekten der Gestaltung ästhetisch verschmelzen zu lassen. Die emotionalen, assoziativen Beziehungen des Konsumenten zum Produkt sind uns ein Anliegen. Der Begriff der Nachhaltigkeit sollte somit vor allem zu einem kulturell bedingten Wert werden. Wir gestalten keine Objekte, sondern ganzheitliche Konzepte und Narrative, um neue Wege des Wissenstransfers zwischen Gestaltung und Forschung, Innovation und Industrie zu eröffnen.“
(Essi Johanna Glomb und Rasa Weber)

Projektfilm Algaemy

Link_urban logistics
Ayelet Fishman
Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Link_urban logistics ist ein Mobilitätssystem, das die bestehende Stadtinfrastruktur für eine nachhaltige Güterverteilung nutzt. Es umfasst u.a. eine Flotte elektrischer semiautonomer Transporter. Waren werden aus Gütersammelzentren am Stadtrand systematisch nach Gebieten sortiert und in Containern auf lokale Nachbarschafts-Lagerräume verteilt. Dies erspart unnötige Fahrten und verkürzt Lieferdistanzen. Im weiteren Transport zu örtlichen Geschäften werden LKW durch umweltfreundliche Beförderungsmittel ersetzt.

Jurystatement:
„Ein spannendes Konzept für die ökonomisch sinnvolle Kombination von digital gesteuerter Infrastruktur und ökologischem Transport auf der Schiene. Durch die Tatsache, dass heute die Ware dank Internet oft direkt zum Kunden kommt, bisher meist jedoch mit spritfressenden, ökologisch und sozial unverträglichen Zulieferern, kann man sich nicht genug Gedanken um Alternativen machen. Link_urban logistics stellt eine solche Alternative zu gängigen Systemen dar, verlangt jedoch damit ein radikales Umdenken in Politik und Logistik-Branche. Die Idee macht Lust auf eine sofortige Umsetzung!“ (Theresa Keilhacker)

Detailinformationen:

„Wir sollten die Zukunft so gestalten, dass jeder Person die höchstmögliche Lebensqualität ermöglicht wird. Allerdings darf dies nicht auf Kosten der Umwelt geschehen. Als Designer haben wir die Möglichkeit und die Verpflichtung Ecodesign nicht nur in unseren Gedanken- und Gestaltungsprozess, sondern vor allem in das alltägliche Leben einzubringen. Dadurch können wir es anderen Menschen erleichtern, ein nachhaltiges Leben zu führen. Da sich unser Leben immer weiter auf Städte verlagert, ist es entscheidend diese Prinzipien auch auf die Urbanisierung anzuwenden. Als jemand, der in vielen verschiedenen Städten aufwuchs und später viele weitere Städte weltweit entdecken konnte, sehe ich wie wichtig Nachhaltigkeit für die Zukunft der Stadt und unserer Umwelt ist. Ich bin der Überzeugung, dass Städte nicht das Problem, sondern die Lösung sein können.“ (Ayelet Fishman)

Link_urban logistics

MLKL
Jeongdae Kim
Hochschule für Künste Bremen

MLKL ist ein umweltfreundliches und kostengünstiges Verfahren zum Schutz von durch Erosion bedrohten Lebensräumen. Zur Festigung des Erdreichs werden kompostierbare Module mit integrierten Samenkapseln (von Schnellwurzlern) netzartig an erodierenden Hängen angebracht. Bald bieten die Wurzeln Halt und die Module lösen sich auf. Ihre besondere Form ermöglicht je nach Erosionsgrad eine eng- bzw. weitmaschige Vernetzung. Hergestellt werden sie aus Abfallmaterialen wie Stroh, Dung, Haar und Laub.

Jurystatement:
„Die Erosion fruchtbarer Bodenschichten durch Starkregen kommt in vielen Teilen der Welt immer häufiger vor. Im Gegensatz zu den hässlichen Betonsteinen, die bisher für Böschungsbefestigungen verwendet werden, ist dieses Modul mit integrierten Samenkapseln kompostierbar und damit ökologisch, funktional, wirtschaftlich und auf natürliche Weise schön.“ (Theresa Keilhacker)

Detailinformationen:

„Auf erodierten Hängen und Böschungen werden Pflanzcontainer ausgelegt, in die Samen passender Schnellwurzler wie Bambus, Eiche oder Paulownia eingesetzt werden. Nach kurzer Zeit übernehmen die Wurzeln die Festigung des Erdreichs und die Module lösen sich auf. Die Module selbst werden aus lokalen Abfallmaterialien wie Stroh, Dung, Haar und Laub mit biologischen Bindemitteln in Hohlformen gepresst und wie Ziegel getrocknet. Das Besondere am Entwurf ist die Form: Sie ermöglicht bei leichtem Gefälle und geringer Erosion die Bildung lockerer Netzstrukturen und bei starkem Gefälle durch die dichtere Verlegung von positiver und negativer Form eine entsprechend engere Vernetzung. Die Form eines flachen Bogens mit modularen Anschlüssen samt einfacher Verschlusskappen ist leicht verständlich und universell verwendbar. Am Ende löst sich das Objekt in seiner Verwendung auf.

Das MLKL-Projekt beschäftigt sich gleichermaßen mit Material, Herstellungsprozess, Naturphänomenen, Zweck und Funktion. Natur ist vielseitig, daher werden mehrere Aspekte betrachtet und behandelt. Für die Herstellung der Module werden nur biologisch abbaubare Materialien verwendet. Die MLKL-Netzstrukturen halten die Erde, bis die Wurzeln wachsen, danach lösen sie sich komplett auf. Deshalb ist eine hohe Umweltentlastung zu erwarten. Außer den biologischen Binde- und Düngemitteln werden nur Abfallmaterialien wie Stroh, Kaffeesatz, Haar und Laub benutzt. Dadurch wird nicht nur die Abfallmenge reduziert sondern auch Energie und Zeit für Aufbewahrung und Transport gespart. Das System ist so gestaltet, dass man es mit einer einfachen Anleitung leicht produzieren und aufbauen kann.“ (Jeongdae Kim)

Qualitätswerte in der Produktgestaltung
Johanna Gedeon, Gabriel Brückner
Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd
Qualitätswerte in der Produktgestaltung

Der Tintenstrahldrucker wirkt durch gestalterische Zeitlosigkeit und technische Langlebigkeit der Tendenz abnehmender Qualität bei technischen Produkten entgegen (Stichwort: geplante Obsoleszenz). Seine Qualitätswerte: Austauschbare Komponenten mit reduzierten beweglichen Teilen ermöglichen Reparatur und Aufrüstung. Das an der Funktion orientierte vertikale Design und die intuitive Bedienbarkeit machen das Gerät benutzerfreundlich. Große Tintentanks erübrigen häufiges Nachfüllen.

Jurystatement:
„Modularität in der Gestaltung ist ein Prinzip, das von der Herstellung bis zur Montage, Reparatur und Handhabung prozessoptimierend und selbsterklärend ist. Die seit einigen Jahren wieder wachsende DIY-Kultur und Themen wie Upcycling zeigen, dass der User seine Produkte repariert, um Lebenszyklen zu maximieren. Die „Qualitätswerte in der Produktgestaltung“, die mit langer visueller Haltbarkeit einhergehen, sind bei dem Projekt von Gabriel Brückner und Johanna Gedeon hervorragend umgesetzt.“ (Werner Aisslinger)

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