Beirat


Zur fachlichen Begleitung und Unterstützung bei der Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs wurde ein Beirat gebildet, in dem Institutionen aus den Bereichen Forschung und Bildung sowie verschiedene Interessenverbände vertreten sind.

Torsten Meyer-Bogya
1. Vorsitzender

"Als Designer übernehmen wir nicht nur die Verantwortung für unser Handeln, vielmehr haben wir die Möglichkeit mit unserer Arbeit gesellschaftlich relevant zu agieren und die Zukunft mitzugestalten. Deshalb ist es so wichtig, als Designer sein Wirken, sein Schaffen und die Resultate unter einem nachhaltigen, ganzheitlichen Aspekt zu betrachten. Darum hat die AGD 2009 die Charta für nachhaltiges Design verabschiedet und befürwortet den wichtigen Bundespreis Ecodesign – wenn nicht für uns, dann doch für unsere Kinder."

gast

Prof. Mareike Gast
Industriedesignerin, Professorin für Industriedesign, Material- und technologiebasierte Produktentwicklung

„Eine nachhaltige Zukunft erfordert ein grundlegendes Umdenken und einen interdisziplinären und öffentlichen Dialog. Eine große Verantwortung und Chance kommt Designer/innen dabei zu, denn nicht allein die Auswahl von Materialien und Technologie hat weitreichende Konsequenzen: Der gesamte Entstehungs-, Nutzungs- und Entsorgungs-/Recyclingzeitraum ist entscheidend. Designer/innen haben die Möglichkeit – nicht zuletzt als Schnittstelle – viele Weichen zu stellen und den Kontext und damit einen Wandel hin zu einer ressourcenleichteren Gesellschaft entscheidend mitzugestalten.“

Ina Budde
Gründerin, Modedesignerin und Lehrbeauftragte für nachhaltiges Design

Inspiriert vom Prinzip Cradle-to-Cradle und der Vision einer Circular Economy sehe ich die einzige Möglichkeit für eine dauerhaft nachhaltige Zukunft in der Erschaffung von puren, geschlossenen Materialkreisläufen. Dabei ist es essentiell, direkt am Ursprung anzusetzen, nämlich beim Design von Produkten und Systemen, die von vornherein für die Wiederverwendung und Wiederverwertung gestaltet sind. Ich bin überzeugt, dies ist nicht nur eine Vision, sondern die Zukunft, die wir heute gemeinsam gestalten.

Andreas Koop
Inhaber und Geschäftsführer, Autor und Designforscher

„Design, das diesen Namen verdient, muss heute ein nachhaltiges sein. Auch wenn dieses Wort arg misshandelt wurde, wir haben kein besseres, das die Aspekte Ökologie, Gesellschaft und Ökonomie in ihrem Spannungsfeld umfasst. Die Aufgabe von Gestaltern ist, mit ihren Mitteln, die so gering nicht sind, Sinn zu stiften und Nutzen zu schaffen – für alle. Um dies in der Branche, Presse, Politik und Öffentlichkeit mehr und mehr bewusst und bestenfalls selbstverständlich zu machen, ist der Wettbewerb 'Bundespreis Ecodesign' ein hervorragendes Mittel.“

Anne Farken
Associate Director, Sustainability Design

„Wenn Kinder beginnen, Häuser und Fabriken ohne Schornsteine zu malen, dann hat die Gesellschaft einen großen Schritt gemacht. Dazu braucht es ein allgemeines Umdenken, zu dem Designer sehr viel beitragen können. Auf dem Weg zu einem ökologischeren Bewusstsein und Verhalten sind Initiativen wie der Bundespreis Ecodesign ein wichtiger Meilenstein. Der Preis wird dazu beitragen, den kritischen Blick der deutschen Öffentlichkeit für nachhaltige Gestaltung weiter zu schärfen.

Zukünftig wird die zentrale Verantwortung des Designs immer mehr darin liegen, den heute inflationär gebrauchten Begriff „Nachhaltigkeit“ für den jeweiligen Bereich zu konkretisieren und von Anfang an in die Entwicklung mit einzubinden. Eine Schlüsselkompetenz zur Entwicklung zukunftsfähiger und sinnvoller Produkt- und Systeminnovationen liegt in der Vernetzung unterschiedlicher Kompetenzen und branchenübergreifendem Wissen, um mit Unternehmen, Institutionen und den Endnutzern gemeinsam an Verbesserungen - und vor allem neuen Möglichkeiten - wertschöpfend zu arbeiten.“

Sabine Lenk
Markenkommunikation, Designmanagement und -förderung im Bereich Ecodesign

„Ecodesign gehört die Zukunft, denn wir müssen heute Produkte gestalten, die langfristig Bestand haben und Energien und Ressourcen schonen - clevere, smarte Produkte, die im Markt gefragt sind. Designer und Unternehmen sind am Zug, technische Innovationen im Sinne der Nachhaltigkeit zu nutzen, die Langlebigkeit von Produkten qualitativ und formal zu sichern und in Produktlebenszyklen zu denken gemäß des Cradle-to-Cradle Prinzips. Dabei müssen die Nutzungsformen von Produkten auf den Prüfstand: Benutzen statt Besitzen kann die richtige Antwort unter Ecodesign-Aspekten lauten!“

draser

Bernd Draser
Dozent für Philosophie und Kulturwissenschaften

"Design durchdringt alle Lebensbereiche und formt unser Welt- und Selbstverständnis so stark wie nie zuvor. Eben dadurch transformiert es Natur in Kultur, Ressourcen in Produkte und Dienstleistungen, und zehrt zuletzt an unserer Zukunftsfähigkeit. Nachhaltiges Design reflektiert seine Impacts entlang von Wertschöpfungsketten, auf Menschen, Kultur und Biosphäre. Nachhaltige Designer wissen, was sie tun. Sie gestalten faktenbasiert, nutzerorientiert und zukunftsfähig. Der Bundespreis ecodesign bietet für dieses verantwortungsfähige Design eine unschätzbare Bühne."

Prof. Karin-Simone Fuhs
Direktorin

„An Designerinnen und Designer werden im 21. Jahrhundert andere, weit komplexere Aufgaben gestellt als an Gestalter vergangener Jahrzehnte: Jenseits rein ästhetischer und produktionstechnischer Aspekte gilt es, als Gestalter Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft zu übernehmen und die Welt mitzugestalten, in der wir leben wollen. Der Bundespreis Ecodesign wird diesen Herausforderungen an zeitgemäßes Design gerecht, indem alle drei Säulen der Nachhaltigkeit - Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft - gleichermaßen in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung guter Gestaltung gerückt werden.“

Dorothea Hess
Dozentin für Kommunikationsdesign, Mitbegründerin von Hess Natur, Mitinitiatorin der „Charta für nachhaltiges Design“ bei der AGD

„Es ist an der Zeit, dass endlich ein Bundespreis Ecodesign etabliert wird. Designerinnen und Designer haben eine besondere Verantwortung, denn sie gestalten die Welt von Morgen. Ihr Engagement für das Thema Nachhaltigkeit wird damit öffentlichkeitswirksam thematisiert, gefördert und gewürdigt.“

Dr. Stephan Kabasci
Abteilungsleiter des Bereichs Biobasierte Kunststoffe

Hendrik Roch
Mitarbeiter im Bereich Nachwachsende Rohstoffe

„Durch den Einsatz innovativer und nachhaltiger Werkstoffe können Ressourcen geschont und unsere Umwelt entlastet werden. Dabei wird immer wieder durch anschauliche Produkte und Projekte gezeigt, dass ökologisches Bewusstsein auch in Kombination mit anspruchsvollem Design kein Nischenprodukt sein muss. Der Bundespreis Ecodesign ist ein klares Statement für gelungene ressourcenschonende und moderne Produktentwicklungen. Bei Fraunhofer UMSICHT bilden nachhaltiges Wirtschaften und umweltschonende Verfahren den Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Wir arbeiten daher sehr gerne im Beirat bei der Gestaltung dieses zukunftsorientierten Preises mit.“

Lars Reimann
Referatsleiter Energiepolitik

Prof. Dr. Axel Vogelsang
Dozent mit der Spezialisierung Service Design,
Leiter der Forschungsgruppe Visual Narratives

„Design hat vielerorts leider noch immer das Image eines Kunsthandwerks, welches Artefakte und Oberflächen ‚behübscht‘. Im Design selbst hat jedoch längst ein Bewusstseinswandel stattgefunden. Das merken wir zunehmend auch an der Haltung vieler Studierender. Diese interessieren sich vermehrt für das Design neuer nachhaltiger Materialien, für die Gestaltung ressourcenschonender Produkte, Prozesse und Verwertungsketten, für die Einbeziehung aller Akteure in für sie relevante Entscheidungsprozesse oder auch für neue Erzählungen die auf einen Bewusstseinswandel zielen.“

Prof. Thomas Hofmann
Professor für Produktgestaltung und Digitale Medien

„Eine breit ausgerichtete und kontinuierliche Informationsarbeit zur Sensibilisierung unserer Gesellschaft ist nötig, um konkrete und auch effiziente Schritte in Richtung ökologischen Umdenkens zu erzielen. Der Bundespreis Ecodesign ist einer dieser äußerst wichtigen Denkanstöße, die zu diesem gewünschten Wandel beitragen werden. Dass hierbei die Gestaltung im Vordergrund steht, bestätigt einmal mehr die Importanz unserer flexibel und multidisziplinär ausgerichteten Profession in einer aktuellen wirtschaftlichen Struktur und deren Nutzen für eine moderne Gesellschaft.“

Prof. Dr. Zane Berzina
Professorin für Textil- und Flächendesign

Prof. Heike Selmer
Professorin für Modedesign

Prof. Susanne Schwarz-Raacke
Professorin für Produktdesign

„Nicht erst seit dem Potsdamer Manifest steht fest: Wir müssen im umfassenden Sinn anders wirtschaften, wenn wir lebenswerte Bedingungen für alle schaffen wollen. Dazu gehören ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Design, so wie wir es verstehen, steht am Anfang eines neuen Entwicklungsprozesses und kann dadurch entscheidenden Einfluss auf die Nachhaltigkeit eines entwickelten Produktes nehmen. Design ist eine von Neugier und Erkenntnisorientierung geleitetet Disziplin, die als Grundhaltung im kreativen Prozess nach innovativen Lösungen sucht. Ein Produkt kann dabei nicht nur in seiner Materialität, sondern auch in seiner Entstehung, seinem Gebrauch und seiner Entsorgung neu gedacht werden. Das macht unsere Tätigkeit spannend und besonders geeignet, den Prozess zu einer nachhaltig wirtschaftenden Gesellschaft mit zu gestalten. Der Bundespreis Ecodesign bietet eine wichtige Plattform für gute Beispiele.“

Magdalena Schaffrin
Modedesignerin, Autorin, Gründerin des GREENshowrooms und Creative Director Ethical Fashion Show Berlin

„Produkte von hoher Qualität und einem hohen Innovationsgrad zeichnet der Bundespreis Ecodesign aus. Wir sprechen über einen erweiterten Qualitätsbegriff, der ökologische und soziale Aspekte einschließt, zusätzlich zu den klassischen Faktoren von moderner, ansprechender und konsequenter Gestaltung, hochwertigem Material und sauberer Fertigung. Es geht um Design mit Mehrwert: Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die einen positiven Fussabdruck hinterlassen.“

Carola Wandrey
Referentin Umwelt/Nachhaltigkeit

Lutz Dietzold
Geschäftsführer

„Ich begrüße die Auslobung des Bundespreises Ecodesign durch das Bundesumweltministerium sehr. Mit diesem fundierten Forschungsprojekt bietet sich die große Chance, gemeinsam mit allen Gestaltungsdisziplinen das Thema Nachhaltigkeit im Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu verankern.“

bohle

Stephan Bohle
Unternehmensberater, Autor, Dozent, Gründungsmitglied der nachhaltigen Unternehmensberatung sustainable natives

80% der Umweltauswirkungen von Produkten und Services werden bereits im Designprozess festgelegt. Das Paradigma seit Ende des 2. Weltkriegs des höher (größer), schneller, weiter (mehr) wurde besonders auch durch das Design vorangetrieben. Mit den uns seit Jahrzehnten bekannten Folgen der Ressourcenübernutzung, der Umweltzerstörung, des Verlustes der Biodiversität und des Klimawandels. Design muss Verantwortung übernehmen und das neue notwendige Paradigma des weniger, langsamer, besser und schöner mitgestalten. Ich verstehe Design hier umfassend – von Kommunikations- über Produkt- bis hin zum Transformationsdesign (Welzer). Erst wenn Design der Perspektivwechsel von Inside-out (wie gestalte ich ein profitables Produkt) hin zu Outside-in (wie kann ich auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts adäquat reagieren) gelingt, wird Design zukunftsfähig sein. Ich freue mich, den Bundespreis Ecodesign im Beirat unterstützen zu können. Der Preis nimmt eine wichtige Vorreiterrolle und Vorbildfunktion ein.

Dr. Thomas Engelke
Leiter Team Energie und Bauen
Geschäftsbereich Verbraucherpolitik

„Gutes Ökodesign spart Ressourcen bei Produkten und Dienstleistungen. Das schont Umwelt und Klima, gleichzeitig bieten sich Kostenvorteile für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Bundespreis Ecodesign setzt hier öffentlich ein wichtiges Zeichen.“

Gefördert von


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UBA

entwickelt und durchgeführt von


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