2022

Nominierte 2022

2harvest – OPV-Gewächshausfolie

Hélène Fontaine | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Mit steigendem Stromverbrauch und der fortschreitenden Umstellung auf erneuerbare Energien entsteht in naher Zukunft ein Konkurrenzkampf um die Flächennutzung von Feldern. Im Obst- und Gemüseanbau wird großflächig mit Folientunneln gearbeitet, um Pflanzen zu schützen und die Ernteperiode zu verlängern. 2harvest integriert organische Photovoltaikzellen (OPV) in langlebige und flexibel verwendbare Gewächshausfolie aus PET und ermöglicht damit eine Doppelnutzung der landwirtschaftlichen Fläche. Die OPV-Folie erlaubt zudem einen effizienteren Betrieb der Gewächshäuser, da die Energie für die Beheizung selbst produziert wird. Sie ist wetterfest und bei Defekt können einzelne Folienabschnitte ausgetauscht werden.

5 TONS

Maren Klamser | Bauhaus-Universität Weimar

Die Bauindustrie gehört zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftszweigen. Neben der hohen Ressourcenentnahme und -knappheit zeichnen sich Schwierigkeiten bei der Entsorgung ab. 5 TONS ist ein recyclingfähiger, mineralischer Feststoff, hergestellt aus Ziegelmehl von Mauerwerksbruch und rezyklierter Gesteinskörnung aus mineralischem Bauschutt. Somit stellt das Material eine Entlastung für primäre Rohstoffe und Deponien dar. Auf Basis dieses Materials wurde ein Trockenstapelsystem für Mauersteine entwickelt. Durch die Form des Steins kann auf Mörtel verzichtet werden. Schnittmarkierungen und Sollbruchstellen ermöglichen eine flexible Gestaltung des Mauerwerks.

Ariadne Pathfinder

Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

Das Ziel Deutschlands, bis 2045 klimaneutral zu werden, erfordert zügige und tiefgreifende Änderungen in der Energiepolitik. Der Ariadne-Pathfinder zeigt Wege auf, wie dies gelingen kann. Ein interaktives Storytelling führt Nutzer*innen in die Grundproblematik der CO2-Emissionen und der Energieversorgung ein. Animierte Grafiken veranschaulichen die Implikationen verschiedener Technologieansätze sowohl auf das gesamte Energiesystem, als auch auf die Einzelsektoren Verkehr, Industrie und Gebäude. Grundlage der Anwendung sind über 16.000 Datensätze, aus denen das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung Rechenmodelle erstellte und die Zukunftsszenarien entwickelte.

AYNO Leuchtenfamilie

Midgard Licht GmbH

Zentrales Merkmal der AYNO Leuchtenfamilie ist ein Fiberglasstab, dessen Eigenspannung für eine Leuchte ganz ohne Gelenke sorgt. Indem man die beiden Verstellringe an Fuß und Kopf verschiebt, wird das Licht in die gewünschte Richtung gelenkt. Durch Steckverbindungen können LED und Trafo ausgetauscht werden, was AYNO zu einer der ersten durch Kund*innen werkzeugfrei reparierbaren LED-Leuchten macht. Bereits hergestellt aus recycelten Werkstoffen, lässt sie sich selbst leicht in drei recycelbare Primärwerkstoffe trennen. Der Einbau von Halbzeugen vermeidet Transportwege, standardisierte Materialien können lokal bezogen werden.

best wood CLT BOX – DECKE FS

best wood SCHNEIDER® GmbH

Die best wood CLT BOX – DECKE FS ist eine geprüfte und zertifizierte Deckenlösung für die mehrgeschossige Holzbauweise. Durch die formaldehyd- und lösemittelfrei verklebte Hohlkastenform kann bis zu 38 % Material eingespart werden. Der integrierte Gefachschallschutz sorgt für verbesserte Trittschalldämmung im tieffrequenten Bereich. Hohe statische Tragfähigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht ermöglichen große Spannweiten im ökologischen Holzbau. Dank möglicher Trennbarkeit der Materialien kann das in Süddeutschland produzierte Hohlkastenelement rückgebaut und die einzelnen Bestandteile – sowohl Holz wie auch Holzfaserdämmung – können wiederverwendet werden.

Bio–(Floral) Foam

Irene Purasachit | Aalto University

Bio-(Floral) Foam ist ein leichtes, schaumstoffähnliches Material, das Wasser aufnehmen und speichern kann, ohne sich unmittelbar aufzulösen. Sobald es nass wird, ist das Material weich genug, um Blumen hineinzustecken und frisch zu halten. Bio-(Floral) Foam besteht zu 100 % aus Zellulose, die aus Blumenabfällen aus der Schnittblumenindustrie gewonnen wird. Das Material ist eine umweltverträgliche Alternative zu dem üblicherweise verwendeten Blumenschaum aus ölbasiertem Phenol-Formaldehyd. Es bietet damit eine kreislauffähige Lösung in der Floristikbranche.

Blattwerk

Daniel Silva Friedrich (studio KUSIKUY) & Alexander Ebert | Hochschule der Bildenden Künste Saar

In der experimentellen Reihe Blattwerk wird der bereits vorhandene, aber ungenutzte Rohstoff des Stadtlaubs zu einem Material verarbeitet, das das Potential hat, klassische Holzplattenwerkstoffe zu ersetzen und/oder zu ergänzen. Vorteile liegen in dem niedrigeren Energieverbrauch bei der Herstellung und in der geringeren Belastung durch Abholzung. Dank der Verwendung von kunststofffreien Leimen kann der Werkstoff vollständig abgebaut und in den biologischen Kreislauf rückgeführt werden. Die Farbe, Form und Struktur unterscheiden sich je nach Blattsorte.

Chiengora® – Wolle aus Hundefasern

YarnSustain Schönrock Uhl GmbH

Pro Jahr fallen europaweit ca. 8000 t biologisch abbaubares Tierhaar bei der Fellpflege von Haustieren an. YarnSustain hat den ersten industriellen Prozess zur Garnherstellung aus Haustierfasern entwickelt. Das Ergebnis ähnelt Kaschmir, nur ohne Herdenhaltung. Unter dem Namen Chiengora® werden aus der ausgekämmten Unterwolle von Hunden Kissen und Strickprodukte hergestellt. Die Produktion spart Farbstoff, Wasser und Energie ein, da Chiengora® ungefärbt verarbeitet wird. Die Hundefasern werden mithilfe eines Crowdsourcing-Netzwerks aus Privathaushalten, Hundesalons und Zuchtbetrieben gesammelt und gespendet.

Circular Sweater Project

Hannah Schorch

Das Circular Sweater Project zeichnet ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz bei Produktion, Vertrieb und Upcycling seiner Pullover aus. Neu sind dabei vor allem zwei in den Stoff integrierte Codes: Dank eines RFID-Codes kann jeder Sweater erkannt und zur Reparatur oder zur Neuherstellung von Garn zurückgesandt werden. Über einen QR-Code kann man das bisherige Leben des Pullovers verfolgen – von der Produktion der fairen Bio-Baumwolle über seine Stationen im Einzelhandel oder bei Firmen bis hin zu Menschen, die ihn getragen und persönliche Nachrichten für nachfolgende User-Generationen hinterlassen haben.

HIIVE

HIIVE UG

HIIVE bietet Honigbienen ein naturnahes, artgerechtes Zuhause. Im Gegensatz zu konventionellen Bienenstöcken, die primär auf maximale Honiggewinnung ausgerichtet sind, geht HIIVE auf die Bedürfnisse der Tiere ein. Die Konstruktion repliziert das Mikroklima einer Baumhöhle, dem natürlichen Habitat der Bienen. Dies wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Bienen aus. HIIVE wird ausschließlich aus einem Mix von recycelten und natürlichen Materialien hergestellt. Durch den modularen Aufbau wird eine einfache Reparierbarkeit gewährleistet.

Klarsichthüllen aus Papier

Compostella GmbH

Die transparenten Klarsichthüllen von Compostella sind reine Papierprodukte, für deren Herstellung keinerlei fossile Rohstoffe benötigt werden. Sie sind sowohl recyclingfähig als auch aufgrund der chlorfrei gebleichten Zellulose vollständig kompostierbar. Dank der hohen Transparenz ist das Scannen oder Kopieren von Dokumenten möglich, ohne diese aus den Hüllen zu entnehmen. Produziert wird mit Maschinen, die mit Strom aus Photovoltaik betrieben werden. Die Solarmodule befinden sich auf dem Dach des Betriebsgebäudes. Das Papier stammt aus einer regionalen Papierfabrik.

Köderschutzbox ToxProtect 1402

ball–b GmbH & Co KG

Bislang wurden bei der Rattenbekämpfung hochgiftige Köder oft ungeschützt in den Kanal eingehängt. Selbst in Kläranlagen werden diese Giftstoffe nur zu einem geringen Teil abgebaut. Mit den ToxProtect-Köderschutzboxen kommen die Köder auch bei Hochwasser nicht mehr in Kontakt mit Wasser. So werden bis zu 98 % an Giftködern oder mehrere 100 Tonnen in Deutschland eingespart und die gefährlichen Stoffe lagern sich nicht mehr in der Umwelt ab. Ein cloudbasierter Webservice ermöglicht die effiziente Beobachtung der Rattenaktivitäten und macht tausende Kontrollbesuche per PKW obsolet. Die Boxen werden lokal produziert und können wiederverwendet werden.

Licht_Verschmutzt

Marius C. Merkel | Staatliche Akademie der bildenden Künste Stuttgart

Das Projekt „Licht_Verschmutzt“ bringt die Auseinandersetzung um Lichtverschmutzung und Energieverschwendung in den öffentlichen Raum. Diverse Installationen modifizieren „schlechte“ Lichtquellen zu Medien, die ihr eigenes Emittieren kritisieren. Somit werden Rezipierende direkt am Ort der Verschmutzung mit der Problematik konfrontiert und sensibilisiert. Für die Installationen werden Materialreste wie kaputte Objektive oder Schnittreste von Kartonagen upgecycelt und zu kleinen Projektoren und Schablonen verarbeitet. Nach dem Aktionszeitraum werden alle Installationen nach dem Prinzip „zerotrace“ wieder entfernt, getrennt und recycelt.

LightPRO Shell

BioMat Team am ITKE Institut, Universität Stuttgart unter der Leitung von Jun.-Prof. Dr.-Ing. M.Eng. Hanaa Dahy | Projektmanagement: Evgenia Spyridonos

LightPRO Shell ist eine aktiv biegbare Struktur aus Biokomposit-Profilen, die aus Naturflachsfasern kombiniert mit einem Bioharz bestehen. Ihr Potenzial liegt in der Verwendung als tragendes Element in einer Reihe von strukturellen Systemen. Die Möglichkeiten dieses neu entwickelten, bambusähnlichen Materials werden beispielhaft durch ein zehn Meter langes Vordach demonstriert. Die Profile können recycelt oder auf andere Stoffströme übertragen werden.

monoplan

Tim Schütze | Universität der Künste Berlin

monoplan bietet ein neues Konzept für Nachfüllstationen von flüssigen Wasch- und Reinigungsmitteln. Im Gegensatz zu gängigen Kanistern entleert sich der Großbeutel luft- und rückstandslos. Bei der Nachfüllung macht monoplan die Innenreinigung überflüssig und ermöglicht ein minimales Rückführvolumen, was die Transport-Effizienz steigert und Emissionen verringert. Der Abfüller garantiert die tropffreie Entnahme und die Hängung spart Platz auf der Verkaufsfläche. Nach Ende des Lebenszyklus können die Beutel und Abfüller aufgrund des Monomaterials stofflich recycelt und als Rezyklat für die Herstellung neuer Beutel wiederverwendet werden.

New Sources

Matthias Gschwendtner | Universität der Künste Berlin

Das Forschungsprojekt New Sources untersucht neue Möglichkeiten zur direkten Nutzung von Reststoffen als alternative Rohstoffe. Äste, welche üblicherweise Abfallmaterial der Holzindustrie sind, finden bisher aufgrund ihrer komplexen Geometrie kaum Verwendung. Durch eine Verknüpfung von 3D-Scan, Computational Design und roboterbasierter Fertigung entsteht ein skalierbarer Prozess, der es ermöglicht, auch dieses Material präzise zu verwenden. Der Computational Log Chair ist ein erster Anwendungsfall.

PeakPick

Sascha Greilinger | Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg

Der Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz ist stark vom Wetter und der Tageszeit abhängig. Die App PeakPick ist ein Saisonkalender für grünen Strom, der hilft, den Verbrauch an die Erzeugung durch Wind- und Solaranlagen anzupassen. In der Industrie wird dies bereits mit sogenannter „Lastverschiebung“ praktiziert. PeakPick aktiviert dieses Potential auch in Privathaushalten und ermöglicht einen Einstieg in den flexiblen Stromverbrauch. Indem das Einschalten von Geräten in einen Zeitraum mit hohem Anteil an regenerativer Erzeugung verschoben wird, kann jeder einen wertvollen Beitrag zur Energiewende leisten.

PP Mono Orthesen und Schienen

Farid Taher | Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

In der Medizin werden aus Hygiene- und Sicherheitsgründen viele Einwegprodukte verwendet, was einen hohen Entsorgungsaufwand bedeutet. Die robusten PP Mono Handgelenk-Orthesen und Fingerschienen zeigen exemplarisch, dass hochwertige Medizinprodukte aus wiederverwendbaren, recycelbaren und recycelten Bestandteilen möglich sind. Die Verwendung eines einzigen Polymers erleichtert das sortenreine Sammeln und Recyceln zu festen Mehrweglösungen. So können bisher einmal und kurzzeitig genutzte medizinische Produkte mittels Aufbereitung einem Werkstoffkreislauf zugeführt werden

re:wet – peat:lab

Milan Bergheim | weißensee kunsthochschule berlin

97 % der Moore Deutschlands wurden entwässert – größtenteils zur landwirtschaftlichen Nutzung. Die resultierenden Oxidationsprozesse bilden 5 % des deutschen CO2 Ausstoßes. Wiedervernässung stoppt diese Emissionen. re:wet koordiniert und vereinfacht die notwendige Vermessung. Mit dem peat:lab bestimmen Landwirt*innen Geländehöhen, Wasserstände, Torfmächtigkeit und Vegetationszusammensetzung und speichern sämtliche Daten in einem digitalen Zwilling. So können Wiedervernässungsmaßnahmen geplant, ausgeschrieben und überwacht, Treibhausgasemissionen modelliert, zertifiziert und gehandelt sowie Biomasse vertrieben werden.

reverse.supply

RS Recommerce Technologies GmbH

reverse.supply bietet mit der Recommerce-Plattform eine effiziente Lösung für Modehändler, ihren eigenen Secondhand-Shop auf- oder auszubauen und sowohl nachhaltig als auch wirtschaftlich sinnvoll mit Retouren, Überhängen oder B-Ware umzugehen. reverse.supply übernimmt die Wertschöpfung der Secondhandware (Einsammeln, Aufbereiten, Einstellen in den Webshop, Versand). Durch die direkte Integration in den jeweiligen Onlineshop des Händlers ist das Angebot auch für Verbraucher*innen niedrigschwellig nutzbar.

REX

Studio Ineke Hans für Circuform B. V.

REX ist die Neuauflage eines preisgekrönten Entwurfes von Ineke Hans aus dem Jahr 2011. Der stapelbare Stuhl wird aus recycelten Industrieabfällen wie Bürostuhlteilen, Fischernetzen oder Teppichen hergestellt. Als erster niederländischer Pfandstuhl kann REX jederzeit bei den örtlichen Circuform-Sammelstellen gegen eine Rückzahlung zurückgegeben werden. Zurückgebrachte Pfandstühle werden geprüft und gereinigt, bei Bedarf repariert und weiterverkauft – erneut mit Pfand. Kaputte Stühle bilden das Rohmaterial für die Neuproduktion.

Shared Factory

ito ito GmbH

Mit der Shared Factory der ito ito GmbH werden Modelabel und Strickereien Teil einer digitalen On-Demand-Design- und Produktionsplattform für Knitwear. Mit der SaaS-Lösung können Entwürfe digitalisiert, frei verändert, erst verkauft und dann produziert werden – mit vollständig recycelbaren Produkten, einer trans¬parenten Lieferkette und ohne Überproduktion.
ito ito automatisiert eine lokale Modeproduktion mit flexiblen Stückzahlen, verkürzt Produktionszeiten und Lieferwege, ermöglicht Kreislaufwirtschaftsmodelle und reduziert CO2-Emissionen.

Steelcase Flex Perch Stehhocker

Steelcase AG

Der Steelcase Flex Perch Stehhocker ist das weltweit erste Möbelstück, das mit Kunststoff aus dem ChemCycling™-Projekt von BASF hergestellt wird. Bei dieser Technik entsteht aus einem Abfallstrom der Elektronikproduktion ein neuartiger Rohstoff. Damit werden sowohl Abfälle als auch der Einsatz fossiler Ressourcen reduziert. Der Stehhocker ist platzsparend, flexibel nutzbar und langlebig. Am Ende seines Lebenszyklus kann er vollständig recycelt werden.

V-Locker Smart Bike Parking System

V-Locker AG

Für eine klimafreundliche Mobilität mit Fahrrädern und E-Bikes ist eine geeignete Infrastruktur Grundvoraussetzung. Im automatisierten V-Locker Smart Bike Parking System mit digitaler Bedien- und Serviceplattform können bis zu 60 Räder sicher auf einem PKW-Stellplatz aufbewahrt werden. Dank individueller Fassadengestaltung fügen sich die modularen Türme ins urbane Umfeld ein. Begrünung, Glas-, Solar- oder Holzverkleidung sind möglich. Auf- und Abbau sind mit minimalem Aufwand verbunden. Die Bedienung ist mittels Smartphone-App intuitiv. Es stehen bereits mehrere Anlagen in Deutschland und in der Schweiz, weitere befinden sich in der Planungsphase.

Windkraft: Fertigteil-Fundamente

Smart & Green Mukran Concrete GmbH

Diese Fertigteil-Fundamente für Windkraftanlagen machen Ortbetonfundamente obsolet. Sie bestehen aus vorgefertigten Rippen- und Ringelementen sowie dem Ankerkorb und benötigen bis zu 70 % weniger Beton. Der Transport zur Baustelle ist mit ca. 40 Standard-LKW und die Installation innerhalb einer Woche bei nahezu jeder Wetterlage möglich. Die Fundamente werden rückstandslos demontiert und können unter gewissen Voraussetzungen wiederverwendet, in jedem Fall aber recycelt werden. Die Baustellendauer wird so planbarer, kürzer und kostengünstiger.

Wohn– und Gewerbebau Buggi 52

Holzbau Bruno Kaiser GmbH

Ende 2020 wurde in Freiburg der BUGGI 52, ein achtgeschossiges Holzhaus, errichtet. Es entspricht höchsten Umwelt- und Ökologieansprüchen und ist das erste FSC-zertifizierte Gebäude in Deutschland. Es ist ab dem 1. OG komplett in Holzbauweise gebaut. Auch der Liftschacht sowie das Treppenhaus bestehen aus Holz, wodurch es ohne Betonkern auskommt. Das ist für diese Gebäudeklasse bisher einmalig. Rückbaubarkeit und Recyclingfähigkeit wurden bei der Konstruktion mitgedacht. Neben dreißig Wohneinheiten finden dort ein Supermarkt, eine Bäckerei und ein Kindergarten Platz.

X–Change Technologie

Molto Luce GmbH

Die Molto Luce X-Change Technologie ermöglicht den einfachen Wechsel einer LED-Platine, ohne die gesamte Leuchte tauschen zu müssen. Der Wechsel erfolgt mittels Bajonette-Verschluss und funktioniert komplett werkzeuglos. Bei einem Defekt, einer Anpassung an effizientere Komponenten oder Änderungen der Lichtfarbe, Lichtstrom oder CRI-Werte, muss nicht mehr die gesamte Leuchte getauscht werden, sondern nur das serienfertige Chip-on-Bord-LED-Modul. Dies führt zu weniger Materialverschwendung sowie einem geringeren Transportaufwand.

Yonda Stuhlprogramm

Wilkhahn Wilkening+Hahne GmbH+Co.KG

Das Yonda Stuhlprogramm passt den klassischen Schalenstuhl für hybride Wohn- und Arbeitswelten an aktuelle Anforderungen an. Seine moderne Form, der Sitzkomfort und die vielseitig einsetzbaren Modelle sind für die Ansprüche der Kreislaufwirtschaft ausgelegt. Deshalb wird bei dem besonders einfach und weitgehend sortenrein demontierbaren Stuhl auf eine Schale aus einem Biokomposit zurückgegriffen, das wiederum selbst zu einem Granulat für neue Bauteile verarbeitet werden kann.

Gewinner

Hier finden Sie eine Übersicht aller nominierten und prämierten Projekte seit 2012. Darunter sind Arbeiten von Unternehmen, Designbüros und Marketingagenturen, Architektur- oder Ingenieurbüros, Forschenden und Studierenden aus unterschiedlichen Branchen.

Gewinner